Schlechte Zahlen für Ölkonzern
OMV leidet unter Libyen-Krise

Das erste Quartal war für den österreichischen Energiekonzern OMV kein gutes. Gerade die Konflikte in Libyen sorgen für Produktionsausfälle und Handelsrückgänge.
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Wien Der österreichische Mineralöl- und Gaskonzern OMV hat im ersten Quartal wegen der Krisen in Libyen und im Jemen deutlich weniger Öl gefördert. Die Produktionsmenge sei auf 304.000 Barrel von 317.000 Barrel im Vorjahreszeitraum zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Nachdem mehrere Felder Anfang März keine offiziellen Produktionsvolumina mehr meldeten, hat die Produktion (in Libyen) de facto aufgehört“. Auch aus dem Jemen fließe nach einem Anschlag auf eine Export-Pipeline seit Mitte März kein Tropfen mehr.

Durch den geplanten Stillstand eines Werks und höhere Kosten für den eigenen Verbrauch sei die Raffineriemarge auf 2,30 Dollar je Fass von 3,48 Dollar im Weihnachtsquartal zurückgegangen. Die Kosten lägen allerdings unter denen des Schlussquartals 2010. Die Menge des verkauften Erdgases stieg hingegen deutlich.

Im ersten Quartal lieferte die OMV 6,63 Milliarden Kubikmeter nach 5,61 Milliarden Kubikmeter im Vorjahr. Vor allem der Großhandel habe mehr bezogen. „Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld setzte die EconGas Margen unter Druck, die weiters durch niedrigere entnommene Mengen aus dem Speicher, auf Grund des milden Wetters im März, negativ beeinflusst wurden“, hieß es.

Für das abgelaufene Quartal habe die OMV netto Sondereffekte von 20 Millionen Euro zu verbuchen, unter anderem für Abrisskosten einer Raffinerie und ungünstige Absicherungsgeschäfte. Allerdings sinke auch die Steuerlast durch die niedrigere Produktion in Libyen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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