Schließung im Herbst 2005
Bombardier-Werk schließt endgültig seine Pforten

Das Aus für das Bombardier-Waggonwerk in Halle-Ammendorf ist so gut wie beschlossene Sache. Auch aufgebrachte Proteste der 745 Beschäftigten und ein Krisengespräch konnten am Freitag keine Lösung für den Erhalt des Werkes herbeibringen.

HB MAGDEBURG. Das teilte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) nach dem Treffen in Magdeburg mit. An dem Krisentreffen waren Vertreter der Bundes- und der Landesregierung, von Bombardier und des Ammendorfer Betriebsrates beteiligt.

Der kanadische Bahntechnik-Hersteller und Flugzeugbauer Bombardier bekräftigte die Absicht, den Standort angesichts der Marktlage im Herbst 2005 zu schließen. „Wir können nicht gegen den Willen des Konzerns den Erhalt des Werkes ertrotzen“, sagte Böhmer. Bombardier will wegen schrumpfender Erlöse sieben seiner 35 Werke in Europa schließen und weltweit 6600 Stellen abbauen, darunter 1500 in Deutschland. In Halle hatte am Morgen die Belegschaft für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

Böhmer versicherte, die Landesregierung wolle alles versuchen, Ammendorf als Industriestandort zu erhalten. In den kommenden 12 bis 15 Monaten soll erreicht werden, dass nach dem Abzug von Bombardier keine Lücke entsteht. Investoren, die bereits Interesse an Sachsen- Anhalt bekundet haben, soll der Standort Ammendorf angeboten werden. Namen von Unternehmen nannte er nicht.

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