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Schluss mit purer PS-Jagd: Porsche setzt auf neue Ideen - und auf China

Statt ausschließlich auf immer höhere PS-Zahlen zu setzen, will der Sportwagenbauer sich nun ein grünes Image aufbauen. Marketing- und Vertriebsvorstand Bernhard Maier über die neue Markenstrategie im Hause Porsche.

Emblem auf einem Porsche Cayman S: Porsche bereitet sich auf eine Vertriebsoffensive vor. Quelle: dapd
Emblem auf einem Porsche Cayman S: Porsche bereitet sich auf eine Vertriebsoffensive vor. Quelle: dapd

New York/StuttgartPorsche arbeitet an einer neuen Markenstrategie. Der neue Vorstand macht Schluss mit der schieren Steigerung der PS-Zahlen und setzt stattdessen auf mehr Intelligenz in der Konstruktion – zum Beispiel energiesparende Antriebe. „Es geht nicht mehr nur um mehr PS, es geht um mehr Ideen pro PS“, sagte Bernhard Maier, im Vorstand für Marketing und Vertrieb zuständig, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

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Leistung werde weiter ein wichtiges Merkmal für Porsche sein, mit der sich der Autobauer von der Konkurrenz unterscheiden wolle, betonte Maier zwar. Aber: „Wir streben nicht singulär danach, aus einem 350-PS-Motor plötzlich einen 450-PS-Motor zu machen. Es geht um das stimmigste, wettbewerbsfähigste Angebot im Segment.“

Bernhard Maier, Vertriebs- und Marketingvorstand bei Porsche. Quelle: dpa
Bernhard Maier, Vertriebs- und Marketingvorstand bei Porsche. Quelle: dpa

Strengere Verbrauchsnormen in den USA und Europa zwingen Autohersteller, in sparsame Technologien und alternative Antriebe zu investieren. Zudem fordern auch immer mehr Autofahrer sparsame Alternativen. „Wir investieren enorm in Forschung und Entwicklung, um unsere Fahrzeuge effizienter zu machen“, sagte Maier. Um ein grünes Image aufzubauen, bietet Porsche bereits in einigen Märkten Fahrzeuge mit Hybrid-, Diesel- und Elektroantrieb. Eine Diesel-Version des Cayenne soll demnächst auch in den USA eingeführt werden.

„Manche sagen zwar: ‚Starke Marken passen sich nicht an.’ Wir bei Porsche sind da anderer Meinung“, stellte der Automanager klar. Auch starke Marken müssten Trends antizipieren, dabei sich selbst aber treu bleiben. „Wir sehen das als permanente Herausforderung. Dies ist Kernbestandteil unserer neuen Markenstrategie“, so der Porsche-Vorstand.

Porsche-Modellpolitik Vom Imageproblem zur Einstiegsdroge

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Umgesetzt werde das auch in dem neuen 911er. Der CO2-Ausstoß sei um bis zu 16 Prozent geringer, was in etwa auch der Einsparung beim Verbrauch entspreche. „Beim 911 Carrera gehen wir von 3,6 auf 3,4 Liter Hubraum zurück. Aber gleichzeitig wird die Leistung von 345 auf 350 PS wachsen.“ Die neue Markenikone wird im Herbst auf der Internationalen Autoausstellung in Frankfurt zum ersten Mal gezeigt.

Gleichzeitig bereitet sich Porsche auf eine Vertriebsoffensive vor. Bis 2018 will das Unternehmen aus Zuffenhausen bei Stuttgart seine Händler von 700 auf 1000 in der Welt ausweiten und sie auf neue Modelle und energiesparende Antriebe vorbereiten. Um das Händlernetz entsprechend auszubauen, würden Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro nötig, sagte Maier.

  • 01.08.2011, 11:22 UhrAnonymer Benutzer: wohnung70327@kabelbw.de

    Geniale Idee, einen Geländewagen für Stadtbewohner zu entwickeln... Man sieht, es wurde viel dazugelernt.

  • 01.08.2011, 10:04 UhrAnonymer Benutzer: FoCS

    Das, was hier lieschen-müller-mässig als PS-Zahl umschrieben wird, ist im rauhen Leben der Technik einfach nur die Leistung (meinetwegen auch die Motorleistung).

    Darüberhinaus hat der Gesetzgeber schon vor mehr als einem Vierteljahrhundert und sinnvollerweise festgelegt, dass auch für Leistung von Verbrennungsmotoren die SI-Einheit Kilowatt (kW) verwendet wird. Eigentlich kann das doch nicht so schwer sein.

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