Schlussquartal 2007/08
Weitere Millionenbelastung für Siemens

Der Mischkonzern Siemens steuert auf ein desaströses Schlussquartal 2007/2008 zu. Zu Buche schlagen nicht nur die Kosten für den groß angelegten Stellenabbau sowie für die Trennung vom Telefonanlagen-Bau SEN und der Schnurlostelefon-Tochter SHC.

HB MÜNCHEN. Bis Ende September soll auch das Startkapital für die neue Siemens-Stiftung abgezwackt werden. Die rund 400 Mill. Euro würden "voraussichtlich noch im laufenden vierten Geschäftsquartal ergebniswirksam" verbucht, sagte eine Konzernsprecherin am Dienstag.

Siemens hatte zuvor die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung bekannt gegeben, die sich in Technik, Bildung, Sozialem sowie Kunst und Kultur engagieren wird. Start soll zu Beginn des kommenden Jahres sein. "Siemens übernimmt seit 160 Jahren soziale Verantwortung. Die Siemens-Stiftung setzt diese Tradition fort", sagte Konzernchef Peter Löscher.

Die Stiftung unter der Aufsicht der Regierung von Oberbayern soll von einem unabhängigen Vorstand geführt werden, der noch im Herbst bestellt werde. Die Stiftung ist die erste, die das Unternehmen selbst gegründet hat. Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung, die Ernst sowie die Werner Siemens Stiftung wurden von der Familie Siemens ins Leben gerufen.

Das Unternehmen kämpft derzeit in der Schmiergeld-Affäre um seinen guten Ruf - insbesondere, weil noch eine Strafe der US-Börsenaufsicht SEC aussteht, die in die Milliarden gehen kann.

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