Schlussquartal 2011: Arcelor-Mittal rutscht in die roten Zahlen

Schlussquartal 2011
Arcelor-Mittal rutscht in die roten Zahlen

Aus einem Plus im Vorquartal ist für den weltgrößten Stahlhersteller Arcelor-Mittal im Schlussquartal ein deutlicher Verlust geworden. Das Gesamtjahr schloss Arcelor-Mittal aber mit einem Gewinn ab.
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LuxemburgDer weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal hofft trotz der Schwachstelle Europa bald auf bessere Geschäfte. Der ThyssenKrupp -Konkurrent setzt dabei auf Nordamerika und China. „Die Wirtschaftslage in Europa liefert nach wie vor Grund zur Sorge“, sagte Finanzchef Aditya Mittal am Dienstag. Auch wenn keine reine Krisenstimmung mehr herrsche und zu Jahresbeginn eine leichte Verbesserung zu spüren sei, erwartet ArcelorMittal eine schwächere Nachfrage. Der Stahlriese liefert fast die Hälfte seiner Produktion nach Europa. 

Mittal rechnet dieses Jahr mit einem Rückgang der Stahlnachfrage in Europa von 1,3 Prozent. Dagegen werde der Bedarf in Nordamerkia um 5,5 und in China um 5,2 Prozent anziehen. Der Rest der Welt werde ein Plus von 5,6 Prozent verzeichnen. Auch die Preise würden wieder steigen, allerdings könne man nicht so viel wie im Vorjahr verlangen. Daher werde der Kerngewinn (Ebitda) in den ersten sechs Monaten des Jahres unter dem Vorjahreswert liegen, aber besser ausfallen als in der zweiten Jahreshälfte 2011.

In den letzten drei Monaten des Jahres war der Konzern überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von einer Milliarde Dollar in den Büchern. Grund waren hohe Kosten wegen mehrerer - mangels Nachfrage - stillgelegter Hochöfen in Europa. Zudem belastete eine hohe Steuerzahlung das Ergebnis. Analysten hatten zuvor mit einem Gewinn von 102 Millionen Dollar gerechnet. Der Kerngewinn schmolz im Schlussquartal um knapp 30 Prozent und lag mit 1,7 Milliarden Dollar im Rahmen der Erwartungen. 

Analysten lobten vor allem die Fortschritte bei der Reduzierung der Schulden. Der Abbau der Nettoschulden auf nun 22,5 Milliarden Dollar gelang ArcelorMittal deutlich früher als geplant. Die Aktien legten in Amsterdam um rund drei Prozent zu, während die der deutschen Konkurrenten wie Salzgitter oder KlöCo im Minus verharrten.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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