Schmiergeld
Weltbank bestraft russische Siemens-Tochter

Im Zuge der Schmiergeldaffäre rund um Siemens hat die Weltbank ein russisches Tochterunternehmen des Konzerns auf vier Jahre von allen Ausschreibungen ausgeschlossen, an denen das Institut beteiligt ist. Die Strafe erfolgt zusätzlich zu den bereits freiwillig von Siemens geleisteten Reparationen.
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HB WASHINGTON. Die Weltbank hat eine russische Siemens-Tochter wegen Schmiergeldzahlungen für vier Jahre von Ausschreibungen ausgeschlossen. Die "Limited Liability Company Siemens" habe sich in Verbindung mit einem von der Bank finanzierten Verkehrsprojekt in Moskau an "betrügerischen und korrupten Praktiken" beteiligt, teilte die Weltbank am Montag in Washington mit.

Der Elektrokonzern hatte sich bereits im Sommer im Zuge der Aufarbeitung des milliardenschweren Schmiergeld-Skandals mit der Weltbank geeinigt. Das Unternehmen sicherte zu, 15 Jahre lang Organisationen wie beispielsweise die Vereinten Nationen jährlich mit etwa fünf Mio. Euro bei der Vorbeugung gegen Korruption zu unterstützen. Der Konzern verzichtet zudem bis 31. Dezember 2010 freiwillig auf eine Teilnahme an Ausschreibungen für Projekte, die von der Weltbank finanziert werden.

Mit Blick auf die russische Tochter wirft die Weltbank dem Unternehmen vor, zwischen 2005 und 2006 rund drei Mio. US-Dollar an Schmiergeldern bei dem Moskauer Verkehrsprojekt gezahlt zu haben. Der Vorgang war unter anderem bereits in den Untersuchungsergebnissen der US-Behörden zum Schmiergeld-Skandal dokumentiert worden.

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