Schmierstoff-Hersteller
Fuchs Petrolub erwartet weniger rasantes Wachstum

Nach jahrelangen Wachstumsraten von durchschnittlich sechs Prozent, stellt sich der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub auf sinkende Umsätze und Erlöse ein. Die Dividendenpolitik will man jedoch weiterentwickeln.
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FrankfurtBeim Schmierstoff-Herstellers Fuchs Petrolub haben die Erlöse in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um sechs Prozent pro Jahr zugelegt, das Betriebsergebnis (Ebit) wuchs derweil sogar um durchschnittlich 16 Prozent pro Jahr. „Dieses rasante Wachstum kann man nicht in die Zukunft fortschreiben“, sagte Finanzchef Alexander Selent der „Börsen-Zeitung“. „Die Bäume wachsen auch bei uns nicht in den Himmel.“ Mit dem aktuellen Geschäftsverlauf im dritten Quartal zeigt sich Selent allerdings zufrieden. Man sei „voll im Plan“.

Für die nächsten Jahre rechnet das im MDax notierte Unternehmen laut Selent im Schnitt mit einem Erlöswachstum zwischen vier und fünf Prozent pro Jahr. „Überproportionales Ergebniswachstum können wir nicht unbedingt anstreben“, sagte der Manager. Denn auch hier sei schon eine hohe Basis erreicht, nachdem die Ebit-Marge auf 15 Prozent gesteigert worden sei.

Fuchs hatte zuletzt trotz der Staatsschuldenkrise erneut deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis gezeigt. „Uns hilft, dass wir eine globale Präsenz haben und durch unsere breite Aufstellung Kompensationsmöglichkeiten haben“, erklärte Selent. Überproportionales Gewinnwachstum sei nicht das vorrangige Ziel des Managements. „Entscheidend ist, dass unsere Profitabilität nachhaltig und stetig ist.“

Die Dividendenpolitik wird Fuchs Petrolub nach Worten von Selent weiterentwickeln. Die Ausschüttungsquote von 38 Prozent sei noch verbesserungsfähig. Die Dividende solle mindestens gehalten und, wenn es geht, ausgebaut werden. An Aktienrückkäufe denke man derzeit nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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