Schmierstoff-Hersteller
Personalkürzungen bei Fuchs Petrolub

Der lange Zeit erfolgsverwöhnte Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub reagiert mit einem Personalabbau auf die Wirtschaftskrise. Die Belegschaft in Deutschland soll um sieben Prozent reduziert werden, kündigte der Konzern am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz in Mannheim an.

HB FRANKFURT. Dabei seien als letztes Mittel auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Weltweit soll zehnte Mitarbeiter gehen. Insgesamt beschäftigte Fuchs Petrolub zum Jahresende gut 3800 Menschen.

Schon in den vergangenen Wochen setzte der Konzern nach eigenen Angaben beim Personal den Rotstift an: Am Standort Mannheim sei rund 80 Zeitarbeitern gekündigt worden. Generell würden befristete Verträge nicht mehr verlängert, sagte eine Sprecherin. An den Standorten Weilerbach, Dohna und Bremen sei für insgesamt 130 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet worden.

Für das laufende Jahr stellt sich Fuchs Petrolub auf einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis ein, gibt aber keine konkrete Prognose ab. Der Konzern produziert Schmierstoffe für verschiedene Branchen, darunter für die Stahlindustrie, den Fahrzeug- und Maschinenbau sowie die Bauwirtschaft. Zu schaffen macht dem Unternehmen die Zurückhaltung seiner Kunden aus der Autoindustrie. Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr schrumpfte der Gewinn um acht Prozent auf 110 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel sogar um zwölf Prozent auf 172 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte nur noch leicht um zwei Prozent auf 1,39 Mrd. Euro.

Die Zukunft malte Vorstandschef Stefan Fuchs in düsteren Farben. „Wir müssen davon ausgehen, dass die derzeit unbefriedigenden Marktbedingungen im weiteren Verlauf des Jahres Bestand haben werden“, warnte er im Geschäftsbericht. Schon in den ersten beiden Monaten 2009 hätten sich die Geschäfte „in hohem Maße unbefriedigend“ entwickelt. Die Kunden reduzierten ihre Vorratsbestände weiter und bestellten angesichts der eigenen schlechten Auftragslage weniger. Ob sich die Entwicklung bei Umsatz und Ebit 2010 wieder umkehren werde, sei nicht abzuschätzen. Die im MDax notierte Vorzugsaktie reagierte auf die Nachrichten am Freitagnachmittag mit einem Abschlag von einem Prozent.

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