Schmierstoffe
Autokrise drückt Fuchs Petrolub

Die Autokrise geht am Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub nicht spurlos vorbei. Und wie. Der Quartalsgewinn ist um fast die Hälfte eingebrochen. Analysten sind trotzdem optimistisch.

HB FRANKFURT. Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub hat wegen der schwachen Nachfrage aus der Stahl- und Automobilindustrie im ersten Quartal 2009 einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Überschuss lag mit 16,2 Mio. Euro nur noch bei rund der Hälfte des Gewinns im Vorjahresquartal, wie das Mannheimer Unternehmen am Dienstag mitteilte. Von Reuters befrage Analysten hatten allerdings mit einem noch schlechteren Ergebnis gerechnet. Eine Erholung des Marktes sieht Fuchs Petrolub so bald nicht. Es seien derzeit keine wesentlichen Verbesserungen bei der Nachfrage nach Schmierstoffen zu erkennen, hieß es in der Pressemitteilung.

Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten des Jahres um ein Fünftel auf 278,5 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel rund 46 Prozent auf 26,5 Mio. Euro. Mit Einsparungen bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie beim Personal - seit Jahresanfang wurden 125 Stellen von weltweit 3850 abgebaut - konnte das Unternehmen etwas gegensteuern. Die Finanzlage sei stabil, betonte Fuchs Petrolub. Die Eigenkapitalquote stieg auf 47 Prozent von 44,8 Prozent zum Jahreswechsel. Einen konkreten Ergebnisausblick für das Gesamtjahr wagte das im MDax gelistete Unternehmen nicht.

Der Schmierstoffhersteller hatte mit Nischenprodukten, mit denen er mit dem US-Unternehmen Quaker Chemical sowie Sparten von Ölkonzernen wie Royal Dutch Shell oder der russischen Lukoil konkurriert, über Jahre hinweg Rekordgewinne eingefahren. Das Unternehmen sei als Marktführer bei vielen Produkten weiter gut im Markt positioniert und könnte vom fallenden Ölpreis profitieren, war DZ-Bank-Analyst Heinz Müller optimistisch. "Fuchs Petrolub hat trotz eines schwierigen Umfelds gute Zahlen für das erste Quartal 2009 vorgelegt und hat mit Ebit und Gewinn nach Steuern positiv überrascht", schrieb er in einem Kommentar. Die Petrolub-Aktien notierten dennoch knapp ein Prozent im Minus bei 36,98 Euro.

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