Schmierstoffe
Verluste bei Fuchs Petrolub werden kleiner

Fuchs Petrolub peilt eine geringere Ergebnislücke zum Vorjahr an als bisher. So ist der Überschuss trotz Wirtschaftskrise lediglich geringfügig gesunken.
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HB MANNHEIM. Der Schmierstoff-Herstellers Fuchs Petrolub bleibt trotz Erholungstendenzen in den ersten neun Monaten für das Gesamtjahr 2009 vorsichtig. Die wirtschaftliche Lage habe sich zwar in den letzten Monaten weltweit verbessert, aber von einem Ende der Wirtschaftskrise könne noch nicht ausgegangen werden.

Die Nachfrage verharre weltweit noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Zudem müsse mit steigenden Rohstoffkosten gerechnet werden. Für das Gesamtjahr rechnet Fuchs Petrolub weiterhin mit einem Umsatz unter dem Vorjahreswert von 1,39 Milliarden Euro, auch wenn der Rückgang im Schlussquartal verlangsamt werde. Beim operativen Ergebnis hofft das Unternehmen nicht zuletzt aufgrund des Sparkurses auf einen geringeren Rückgang als bislang befürchtet.

Bei Vorlage der Zahlen zum ersten Halbjahr erwartete Fuchs Petrolub ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von etwa 134 Millionen Euro. 2008 hatte Fuchs Petrolub ein EBIT von knapp 172 Millionen Euro erwirtschaftet. Schon bereits nach neun Monaten erfüllte das Unternehmen fast die alte Vorgabe. Die Aktie legte nach wenigen Handelsminuten um 0,85 Prozent auf 58,12 Euro zu. Die Zahlen hätten wegen der bereits bekannten Eckdaten für wenig Überraschung gesorgt, hieß es am Markt.

Von Januar bis September summierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 122,7 (Vorjahr: 144,5) Millionen Euro. Der Überschuss nahm trotz der Wirtschaftskrise lediglich von 94,1 auf 81,8 Millionen Euro ab. Der Umsatz schrumpfte um 19,4 Prozent auf 873,2 Millionen Euro. Die detaillierten Zahlen lagen damit im Rahmen der am 22. Oktober vorgelegten Eckdaten. Während sich die Märkte in Asien stabilisieren konnten, verzeichneten Europa und Amerika weitere Rückgänge.

In den ersten drei Quartalen betrug der freie Cashflow gut 125 Millionen Euro. Fuchs Petrolub hatte bereits bei Vorlage der Gesamtjahreszahlen Ende März angekündigt, dem Nachfrageeinbruch wie bereits viele andere Konzerne aus der Chemieindustrie auch mit einem Stellenabbau entgegen wirken zu wollen. Jeder zehnte Arbeitsplatz sollte weltweit gestrichen werden. Ende September beschäftigte Fuchs Petrolub weltweit 3.536 Mitarbeiter. Ende 2008 waren es noch 3.855 Beschäftigte. Ende Juni waren noch 3.593 Mitarbeiter beschäftigt.

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