Schmierstoffhersteller bekräftigt Ausblick
Fuchs Petrolub trotz Gewinnplus mit Kursrutsch

Dank guter Geschäfte in Europa und Asien hat der erst kürzlich in den MDax aufgestiegene Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub in der ersten Jahreshälfte Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Ausblick wurde darauf bekräftigt.

HB FRANKFURT. Trotz höherer Rohstoffkosten, Währungsbelastungen und einer sich abzeichnenden Abschwächung des Wirtschaftswachstums strebe der Konzern beim Betriebsgewinn (Ebit) für 2008 eine leichte Steigerung des Vorjahreswertes von 195,2 Mill. Euro an, teilte der Mannheimer Konzern am Mittwoch mit.

Im ersten Halbjahr legte das Ebit um 4,6 Prozent auf 98,4 Mill. Euro zu. Unter dem Strich blieben 65,1 Mill. Euro nach 58,2 Mill. Euro im Vorjahr in der Kasse. Der Konzern setzte mit 718,7 Mill. Euro 4,7 Prozent mehr um. Beim Umsatz glich das starke Wachstum in Europa das rückläufige Geschäft in Nord- und Südamerika mehr als aus.

Grundlage für ein weiteres organisches Wachstum sei die regionale und auch in Bezug auf die Abnehmerbranchen ausgewogene Aufstellung, teilte das Unternehmen mit. "Daneben führen die erheblichen Preiserhöhungen auf den Rohmaterialmärkten zu Preisanpassungen, die ihrerseits umsatzsteigernd wirken", hieß es in der Mitteilung.

Fuchs Petrolub will seinen Heimatstandort Mannheim für mehr als 20 Mill. Euro erweitern. Baubeginn soll voraussichtlich Mitte 2009 sein. Geplant seien ein Technologie- und Vertriebszentrum mit neuen Büro- und Laborräumen sowie die Erweiterung der Prüfstandskapazitäten der Sparte Fuchs Europe Schmierstoffe.

An der Börse reagierten die Aktien von Fuchs Petrolub jedoch mit Kursverlusten von über drei Prozent auf den Zwischenbericht des Schmierstoffherstellers. Die Papiere waren damit im frühen Geschäft das MDax-Schlusslicht. Im bisherigen Jahresverlauf haben Fuch Petrolub wie der MDax über 17 Prozent verloren. "Das Ebit fiel rund fünf Prozent schwächer aus als wir geschätzt hatten", stellte LBBW-Analyst Ulle Wörner fest, der aber seine Kaufempfehlung bekräftigte.

Der Kursrutsch bei Fuchs Petrolub sei von den zu hohen Markterwartungen hinsichtlich des Gewinns ausgelöst worden, vermutet Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe. So liegt das Ebit und der Gewinn je Aktie im Berichtszeitraum jeweils unter den Konsensschätzungen. Folglich seien einige Marktteilnehmer nun offenbar auf dem falschen Fuß erwischt worden. Einen starken Einfluss auf die Erlöse hätten ferner Wechselkurseffekte gehabt, ohne die der Umsatz doppelt so hoch ausgefallen wäre. Grundsätzlich ist Fuchs Petrolub laut Gabriel eine intakte Wachstumsstory. Die angekündigten Investitionen in China, Brasilien und Indien belegten den zukunftsgerichteten Blick des Managements.

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