Schmierstoffhersteller
Fuchs Petrolub bekräftigt Prognose

Obwohl die Erlöse stagnieren, kann der Schmierstoffhersteller seinen Gewinn steigern. Fuchs Petrolub bekräftigte daher seine Prognosen für 2013.
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Stuttgart

Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub hat in der ersten Jahreshälfte seinen Gewinn trotz stagnierender Erlöse gesteigert. Während der Umsatz in den Monaten Januar bis Juni mit 910 Millionen Euro kaum vom Fleck kam, legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern um 5,8 Prozent auf 153,8 Millionen Euro zu, wie der Mannheimer Konzern am Freitag mitteilte. Der organische Umsatzzuwachs sei vollständig vom Währungseffekt der Euro-Stärke ausgeglichen worden, erklärte Vorstandschef Stefan Fuchs. Vor allem die schwächeren Wechselkurse in Asien und Südamerika schlugen zu Buche. Dass der Gewinn dennoch stieg, lag vor allem an Preiserhöhungen

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte im zweiten Quartal mit 80,4 Millionen Euro ein Rekordhoch und stieg um 10,3 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten acht Prozent erwartet. An der Börse waren die Papiere der Mannheimer daher gefragt und verteuerten sich um 4,7 Prozent auf knapp 52 Euro.

Mit einer Trendwende in den seit Jahresbeginn schleppend verlaufenden Geschäften rechnet der Schmierstoffhersteller, der Branchen vom Maschinenbau bis zum verarbeitenden Gewerbe beliefert, nicht: Im zweiten Halbjahr sei eine ähnliche Entwicklung der Geschäftstätigkeit zu erwarten. Fuchs Petrolub bekräftigte daher seine Prognosen für 2013. Der Umsatz soll ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz wachsen. Beim operativen Ergebnis werde unverändert eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr angestrebt, bestätigte das Unternehmen mit gut 3800 Mitarbeitern seine bisherigen Erwartungen. Damit peilt der 1931 gegründete und maßgeblich von der Gründerfamilie kontrollierte Konzern im laufenden Jahr aber erneut Bestmarken an.

Beim Wachstum setzt der MDax-Konzern auf organische Expansion statt auf Zukäufe. So werde die Produktion in Chicago ausgebaut, weil die schwächere Entwicklung der Hauptkunden im Bergbau und der Stahlerzeugung nur temporärer Natur sei, sagte Fuchs. Im ersten Halbjahr dämpfte Nordamerika allerdings den Umsatz, während Europa und Asien gute Zuwächse verzeichneten. In Russland und China gehen noch in diesem Jahr neue Werke in Betrieb, in Brasilien beginnt der Bau einer zusätzlichen Produktionsstätte. "Unsere ganze Wachstumsinitiative ist rein auf organisches Wachstum ausgerichtet", sagte Fuchs. An Akquisitionen sei nichts Größeres zu erwarten. Allerdings halte sich Fuchs Petrolub für gute Gelegenheiten immer bereit..

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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