Schmolz+Bickenbach
Nächste Runde im Machtkampf

Der Machtkampf bei Schmolz+Bickenbach findet kein Ende. Auf dem Aktionärstreffen des deutsch-schweizerischen Stahlkonzerns war es am Freitag hoch her gegangen. Nun wurde die nächste Runde im Machtkampf eingeläutet.
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FrankfurtEin Tochterunternehmen der Schmolz+Bickenbach-Erben habe beim Handelsregisteramt in Luzern eine Registersperre erwirkt, teilte die Schmolz+Bickenbach am Samstag mit. So dürfe dort nichts eingetragen werden, was auf der Generalversammlung der Schmolz+Bickenbach am Freitag entschieden worden sei.

So müsse die auf der Aktionärsversammlung beschlossene Kapitalerhöhung zunächst auf Eis gelegt werden, hieß es in der Mitteilung. Die Beschlüsse seien unrechtmäßig zustande gekommen, da 20 Prozent der Stimmrechte nicht berücksichtigt worden seien. In der Düsseldorfer KG sind die Erben der deutschen Gründerfamilien zusammengeschlossen. Sie haben den russischen Investor Viktor Vekselberg ins Boot geholt. Dieser hatte den Erben erst am Freitag gut 20 Prozent ihres gut 40-prozentigen Anteils abgekauft. Zusätzlich erwarb er eine Option für weitere rund fünf Prozent.

Die KG hatte auf dem Aktionärstreffen nur die Hälfte ihrer Stimmen einsetzen können. Die andere Hälfte ist Teil eines Aktionärsbindungsvertrages mit dem Schweizer Investor Gerold Büttiker. Der stand auf der Seite des Verwaltungsrates und hatte der KG gerichtlich untersagen lassen, die zweite Hälfte ihres Paketes zu verwenden.

Auf der Aktionärsversammlung von Schmolz+Bickenbach war es am Freitag hoch her gegangen. Die Erben konnten nur zwei ihrer vier Kandidaten für den Verwaltungsrat durchbringen. Auch mit dem Plan, das Kapital um rund 430 Millionen Franken zu erhöhen, fanden sie bei ihren Mitaktionären keine Mehrheit. Die hielten die von Verwaltungsrat vorgeschlagene Erhöhung um 330 Millionen Franken (267 Millionen Euro) für ausreichend.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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