Schnell und profitabel gewachsen
Grundig will Umsatz und Marktanteile steigern

Der Nachfolger der insolventen Grundig AG, TV-Geräteanbieter Grundig Intermedia, will im im Geschäftsjahr 2005/2006 (31.3.) deutlich mehr umsetzen und Marktanteile hinzugewinnen.

HB NÜRNBERG. „Erlöse in einer Größenordnung von 500 Millionen Euro sollten darstellbar sein“, sagte Geschäftsführer Hubert Roth am Mittwoch der dpa in Nürnberg. Bereits im vergangenen Jahr wurden nach Roths Worten Marktanteile in Deutschland zurückgewonnen. Gemessen an der Anzahl verkaufter Geräte habe man den Anteil auf 10 Prozent gesteigert gegenüber 4 Prozent zum Zeitpunkt der Insolvenz, sagte er und bestätigte einen Bericht der „Wirtschaftswoche“. Der Umsatz habe sich von Mai bis Ende 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 80 Prozent erhöht, sagte Roth. Die von dem Blatt genannte Umsatzzahl von 360 Millionen Euro in diesem Zeitraum sei allerdings „deutlich zu hoch“. Genaue Zahlen nannte er nicht.

2003 hatte die Grundig AG Erlöse von etwa 200 Millionen Euro erzielt. Das Insolvenzverfahren war am 1. Juli 2003 eröffnet worden. Grundig Intermedia fasst die Fernseh-, Radio-, Video- und DVD-Sparte zusammen. Das Geschäft laufe besser als erwartet, sagte Roth dem Blatt. „Wir sind nicht nur schnell, sondern auch profitabel gewachsen und liegen über den Erwartungen der Anteilseigner.“

Eigentümer sind seit Januar 2004 die britische Elektronikholding Alba und der türkische Konzern Beko, der für Grundig die Fernsehgeräte herstellt. „Wir mussten uns über aggressive Preise in den Markt zurückkämpfen. Jetzt müssen wir versuchen, mit neuen Geräten und hochwertiger Technik wieder ins Premiumsegment zurückzukehren, wo die Marke Grundig eigentlich hingehört“, sagte Roth der „Wirtschaftswoche“.

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