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06.09.2006 
160 neue Arbeitsplätze

Schott baut Solarfabrik in Jena

Der Spezialglashersteller Schott baut sein Solartechnik-Geschäft aus und investiert in eine neue Fabrik in Jena. Schott sieht in der Solartechnik ein Zukunftsgeschäft und will damit das Unternehmen und seinen Gründungsstandort stärken. In Jena entstehen 160 neue Arbeitsplätze.

HB JENA/MAINZ. In die Fertigung von Solarstrommodulen fließen 60 Mill. Euro, sagte der Vorstandsvorsitzende der Schott AG (Mainz), Udo Ungeheuer, am Mittwoch in Jena zum Baubeginn. Im Herbst 2007 soll die Fertigung von Dünnschicht-Modulen starten. Dabei wird Glas mit dem auf dem Rohstoffmarkt derzeit knappen Silizium nur bedampft. Die Jahreskapazität des Thüringer Werkes soll bei 30 Megawatt liegen. 160 Arbeitsplätze entstehen.

Schott habe sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten Solartechnik-Anbieter in Deutschland mit breiter Produktpalette von Zellen über Module bis zu Teilen für solarthermische Kraftwerke entwickelt, sagte Ungeheuer. Im Geschäftsjahr 2004/2005 (30. September) betrug der Umsatz in diesem Konzernbereich rund 285 Mill. Euro. Der Vorstandschef forderte eine Fortsetzung der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das 2007 auf den Prüfstand kommen soll. Auch Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) sprach sich für eine weitere staatliche Unterstützung der Branche aus.

„Mit Solar bringen wir ein weiteres Zukunftsgeschäft nach Jena und stärken damit unseren Gründungsstandort“, sagte Ungeheuer. Die Investitionen in Jena seit Angang der 1990er Jahre würden damit auf mehr als eine halbe Milliarde Euro steigen. In diesem November starte eine Fertigungslinie für hauchdünne Flachbildschirm-Gläser, in die ebenfalls 60 Mill. Euro flossen.

In Thüringen beschäftigt der Spezialglaskonzern, der im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 1,9 Mrd. Euro erwirtschaftete, derzeit etwa 750 Mitarbeiter. Schott-Töchter sind die Jenaer Glas GmbH, die Displayglas GmbH und die Lithotec AG (alle Jena).

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