Schreiben von Tracinda
Kerkorian drängt GM zu Partnerschaft

Der Großaktionär von General Motors GM und Milliardär Kirk Kerkorian hat den US-Automobilkonzern zu einer Partnerschaft mit den Konkurrenten Renault und Nissan geraten.

HB DETROIT. In einem Brief an GM-Chef Rick Wagoner schrieb die Investment-Firma Kerkorians, Tracinda, am Freitag der US-Fahrzeugbauer solle die Möglichkeit einer Dreier-Partnerschaft sofort und umfassend prüfen. In einer solchen Partnerschaft würden Nissan und Renault einen „bedeutenden Minderheitsanteil“ an GM erwerben. GM erklärte, das Unternehmen werde die Anregung Kerkorians prüfen. Ein Angebot von Nissan oder Renault gebe es nicht.

GM-Aktien legten nach Bekanntwerden des Briefes um mehr als zehn Prozent zu, reduzierten das Plus nach der GM-Erklärung aber auf rund fünf Prozent.

„Wir glauben, dass die Beteiligung an einer weltweiten Partnerschaftsallianz mit Renault und Nissan General Motors in die Lage versetzten kann, substanzielle Synergieeffekte und Einsparungen zu erzielen und somit dem Unternehmen und den Aktionären Nutzen bringt“, hieß es in dem Tracinda-Schreiben. Kerkorian hielt zuletzt rund zehn Prozent an dem Verluste schreibenden US-Autokonzern und ist der größte Einzelaktionär. In dem der Börsenaufsicht SEC zugänglich gemachten Brief der Kerkorian-Firma hieß es, Tracinda habe mit Nissan-Chef Carlos Ghosn Gespräche geführt.

Der US-Konzern, der 2005 einen Verlust von 10,6 Milliarden Dollar verzeichnete, befindet sich mitten in einem Sanierungsprozess. Dazu gehört der Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen und die Schließung von zwölf Fabriken.

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