Industrie
Schrempp gibt sich selbstkritisch

DaimlerChrysler-Chef Schrempp hat angesichts der jüngsten Rückrufaktion Fehler eingestanden. Die Lage bei dem Autokonzern habe er aber im Griff, betonte der Vorstandsvorsitzende.

HB BERLIN. Der Chef von DaimlerChrysler, Jürgen Schrempp, hat vor dem Hintergrund der größten Rückrufaktion der Unternehmensgeschichte Fehler eingeräumt. «Es war falsch, sich voll und ganz auf die Systemlieferanten zu verlassen, die ein komplettes Navigationssystem oder Motorenmanagement liefern, und darauf zu vertrauen, dass die einzelnen Teile, wenn sie miteinander vernetzt sind, im Auto auch funktionieren», sagte er dem Spiegel. Im Zuge der Rückrufaktion müssen weltweit 1,3 Millionen Mercedes-Fahrzeuge in die Werkstatt.

Für einen großen Teil der Probleme sei die Elektronik verantwortlich, betonte Schrempp. Darum habe das Unternehmen die Kompetenz auf dem Elektronik-Sektor deutlich gestärkt. «Die Autos, die heute aus den Fabriken kommen, sind die besten, die wir je ausgeliefert haben», sagte der Vorstandschef. Nun müssten auch die älteren Modelle in Ordnung gebracht werden. «Denn machen wir uns nichts vor: Diese Diskussion um die Qualität ist für Mercedes nicht gut».

Schrempp betonte, er habe die Lage bei DaimlerChrysler im Griff. «In einem großen Konzern kann es immer mal in einzelnen Teilen zu Herausforderungen kommen», sagte er weiter. Es sei aber entscheidend, dass man sie sauber lösen könne. Vergangenen Freitag hatte DaimlerChrysler Einschnitte bei der defizitären Marke Smart angekündigt.

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