Schrempp zieht positive Bilanz - Nachfolgefrage offen
Daimler soll Nummer eins der Autowelt werden

Eine positive Bilanz seiner zehnjährigen Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender von Daimler-Benz und Daimler-Chrysler hat Jürgen Schrempp in einem Interview gezogen. Auch die Kernmarke Mercedes sei trotz kostspieliger Qualitätsprobleme und des Gewinneinbruchs 2004 kein Sanierungsfall, betonte er.

HB STUTTGART. Zudem bekräftigte er das Ziel des Autokonzerns, „die Nummer eins in der Autowelt zu werden.“ Dafür gebe es für jedes Geschäftsfeld sehr differenzierte, am Branchenbesten orientierte Ziele. „Wenn man sich das Unternehmen in seine Elementen ansieht, sind wir in vielen Teilen schon Nummer eins, in einigen muss man noch arbeiten“, sagte Schrempp in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er hatte im Mai 1995 den Vorstandsvorsitz der damaligen Daimler-Benz AG übernommen und 1998 den Stuttgarter Konzern mit dem US-Autobauer Chrysler verschmolzen.

Die Frage seiner Nachfolge an der Konzernspitze ließ Schrempp offen. „Ich habe einen Vertrag, der bis 2008 läuft“, sagte er. Ein Jahr zuvor, im Frühjahr 2007, werde sich der Aufsichtsrat zusammensetzen und sich die Frage stellen, wie es weiter gehe. Im übrigen begrüße er es, dass das Unternehmen hervorragende Kandidaten habe, „die mir nachfolgen können“. Als Anwärter auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden der Daimler-Chrysler AG gelten vor allem Mercedes-Chef Eckhard Cordes und Chrysler-Chef Dieter Zetsche, deren Vorstandsverträge bis Ende 2008 laufen. Im Frühjahr 2008 ist Schrempp 63 Jahre alt. Theoretisch könnte der Aufsichtsrat ihn auch für ein weiteres Jahr zum Vorstandsvorsitzenden bestellen. Branchenbeobachter schließen aber auch die Möglichkeit nicht aus, dass Schrempp im Jahr 2007 Hilmar Kopper als Aufsichtsratschef des Autobauers ersetzt.

Schrempp betonte, dass drei von vier Konzernsäulen jetzt hervorragende Ergebnisse lieferten (Chrysler, Nutzfahrzeuge, Services). Mercedes habe 2004 eine Schwäche gezeigt, aber er habe keine Zweifel, dass das Effizienzprogramm CORE erfolgreich umgesetzt werde. Daimler-Chrysler habe sein Ergebnis insgesamt quantitativ und qualitativ deutlich verbessert. „Im Aktienkurs ist das Potenzial des Unternehmens mit Sicherheit noch nicht enthalten“, gestand er aber ein.

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