Schröder begrüßte den WTO-Beitritt Chinas
Volkswagen gibt in China weiter Gas

Gemeinsam mit Partnern baut Europas größter Autokonzern Volkswagen seine Produktionskapazitäten in China weiter aus.

HB PEKING. Konzernchef Bernd Pischetsrieder eröffnete am Dienstag im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder in der nordchinesischen Stadt Changchun eine neue Autofabrik. Dort soll vom Frühjahr an zunächst der Stadtlieferwagen Caddy vom Band laufen. Im Jahr 2006 soll das neue Werk eine jährliche Kapazität von 330 000 Fahrzeugen erreichen. Damit erhöht sich die Produktionskapazität in China von derzeit rund 700 000 Fahrzeugen auf über eine Million. Pischetsrieder bekräftigte, China bleibe einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Branche. VW wolle seine Marktführerschaft in dem Land stärken.

Nach den jüngsten Ertragseinbrüchen hatten die Wolfsburger ihre Investitionspläne für die kommenden zwei Jahre deutlich zurückgefahren. Dabei waren die Kürzungen für die beiden Gemeinschaftsunternehmen in China besonders hoch ausgefallen, da sich Volkswagen dort auf geringeres Wachstum einstellt. Experten warnen seit längerem vor Überkapazitäten in China.

China ist inzwischen der mit Abstand wichtigste Auslandsmarkt für Volkswagen. Allerdings musste der Konzern wegen des heftigen Preiskampfes unter den Autobauern auch dort schrumpfende Erträge hinnehmen. Zudem holen Konkurrenten wie der US-Autobauer General Motors und die japanischen Hersteller beim Marktanteil auf.

In das neue Werk in Changchun investiert Volkswagen gemeinsam mit dem chinesischen Partner FAW rund 792 Millionen Euro. Nach der vollen Inbetriebnahme sollen dort 8500 Mitarbeiter beschäftigt werden. Das Joint Venture fertigt in einem bereits existierenden Werk in Changchun die Modelle Golf, Bora, Jetta sowie Audi A6 und A4. Das zweite Gemeinschaftsunternehmen Shanghai Volkswagen (SVW) produziert die Modelle Passat, Santana, Touran, Polo sowie den Kleinwagen Gol.

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