Schulden und Steuern drücken
WCM sieht keine Alternative zum Verkauf der Klöckner-Werke

Die finanziell angeschlagene Beteiligungsgesellschaft WCM muss im kommenden Jahr fast 230 Mill. Euro Schulden zurückzahlen. Um den Betrag aufzubringen, kommt für das Unternehmen nur noch der Verkauf ihrer wichtigsten Beteiligung Klöckner-Werke in Betracht.

rtr FRANKFURT. „Eine Ablösung der verbleibenden Verbindlichkeiten ist nur realisierbar, wenn die WCM sich aus heutiger Sicht dauerhaft von der Klöckner-Werke AG trennt und den potenziellen Kaufpreis für die Kreditrückführung nutzt“, sagte Vorstandschef Roland Flach auf der WCM-Hauptversammlung am Dienstag in Frankfurt. Alternativen dazu seien derzeit nicht realisierbar.Auf der Bilanz-Pressekonferenz vor drei Wochen hatte Flach noch eine Umfinanzierung als weitere Möglichkeit genannt.

Ursprünglich wollte WCM mit den Klöckner-Werken fusionieren. „Nachdem die Möglichkeit einer Verschmelzung in scheinbar unerreichbare Ferne rückt, ist eine Trennung von der WCM für das Unternehmen Klöckner zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit geworden“, sagte Flach, der auch im Klöckner-Vorstand sitzt. Der Prozess sei eingeleitet und es werde voraussichtlich in den nächsten Monaten zu einem konkreten Vorschlag kommen.

Nach einer Veräußerung der profitablen und praktisch schuldenfreien Verpackungstechniktochter stünde WCM ohne operatives Geschäft da. Die verbleibenden kleinen Beteiligungen etwa an den Maternus-Kliniken will WCM ebenfalls abstoßen. „Die WCM steht an einem Scheidepunkt. Wir müssen kurzfristig einige grundlegende Entscheidungen treffen“, sagte Flach. Nach den nun geplanten Verkaufsmaßnahmen werde WCM entscheiden, welchen Aufgaben sich das Unternehmen in der Zukunft widmen werde, sagte der Vorstand, ohne konkrete Pläne zu nennen. In der Vergangenheit hatte Flach neben einem Verkauf des Unternehmens an Finanzinvestoren auch die eigene Abwicklung als Möglichkeiten genannt.

Hohe Schulden und Steuernachforderungen<</p>

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