Schuldenerlass: Saab bittet um eine letzte Chance

Schuldenerlass
Saab bittet um eine letzte Chance

Das Überleben der Marke Saab ist weiter ungewiss. Die Produktion steht schon länger still. Um eine Pleite abzuwenden, sollen nun die Gläubiger der Marke zu einem Verzicht bewegt werden.
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TrollhättanDie Eigner des schwedischen Autobauers Saab haben einige ihrer Gläubiger um einen Schuldenerlass gebeten, um den maroden Konzern zu retten. Das chinesische Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) verhandelt nach eigenen Angaben mit zwei großen Autoherstellern. „Die Verhandlungen schreiten voran, aber es ist kompliziert, eine Einigung zu erreichen, während wir uns in der Reorganisation befinden“, erklärte Nevs-Chef Mattias Bergman am Donnerstag. Um die Sanierung abzuschließen, sei eine Übereinkunft mit den Gläubigern notwendig.

Laut dem Vorschlag will Nevs den vollen Forderungen der meisten der rund 570 Gläubiger entsprechen. Etwa 100 von ihnen sollen von ihren Forderungen über 500 000 schwedischen Kronen (rund 52 000 Euro) dagegen nur die Hälfte zurückbekommen.

Ein Gericht hatte Nevs im Dezember erneut Aufschub für die Sanierung des schwer angeschlagenen Autokonzerns gewährt. Der Gläubigerschutz war bis zum 2. März verlängert worden. Für den 26. Februar hat Nevs die Gläubiger nun zu einem Informationstreffen nach Trollhättan eingeladen, wo die Autoproduktion schon seit Mai 2014 stillsteht.

Der schwer angeschlagene Autohersteller Saab hatte im November mehr als ein Drittel seiner Mitarbeiter in Schweden entlassen. 200 der verbliebenen rund 550 Angestellten müssten wegen des andauernden Produktionsstopps noch im September gehen, hatte das chinesische Betreiberkonsortium damals mitgeteilt. Saab hat etwa 400 Millionen schwedische Kronen (43 Millionen Euro) Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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