Schuldenkrise
Chemiebranche rechnet weiter mit Aufschwung

Verbands-Volkswirt Meincke und Bayer-Chef Dekkers rechnen trotz der Finanzkrise mit einem anhaltenden Aufwärtstrend in der Chemieindustrie.
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FrankfurtDie Chemiebranche sieht ihren Aufschwung trotz der sich zuspitzenden Schuldenkrise derzeit noch nicht gefährdet. „In der Chemieindustrie sprechen momentan noch alle Fakten und Zahlen dafür, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt“, erklärte der Chefvolkswirt des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Henrik Meincke, am Montag auf Anfrage.

Deutschlands drittgrößter Industriezweig gilt als Konjunkturbarometer. Chemieunternehmen beliefern fast alle Wirtschaftszweige und spüren daher die Aufs und Abs der Konjunktur mit als erstes in ihren Auftragsbüchern.

Auch vom Pharma- und Chemiekonzern Bayer kamen zuversichtlich Töne. Bayer-Chef Marijn Dekkers sagte der „Wirtschaftswoche“ auf die Frage nach einem Ende der Boomphase: „Nein, der Aufschwung wird weitergehen.“ Viele Länder würden aber beginnen, ihre Konjunkturprogramme zurückzufahren, etwa bei der Infrastruktur. Das sei spürbar, sagte Dekkers in dem am Wochenende veröffentlichten Interview.

Der Bayer-Chef ist sich sicher, dass die größeren Länder Staatsverschuldung und Euro-Krise in den Griff bekommen. „Sie haben dafür die nötigen Mittel und Kapazitäten. Auch für die USA bin ich da optimistisch“, erklärte der Manager. Zudem rechnet der Bayer-Chef im Wachstumsmarkt China mit einem weiteren Aufschwung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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