Schwache Inlandsnachfrage
VW pumpt seinen Absatz auf

Volkswagen verkauft deutlich mehr Autos mit hohen Rabatten an Großkunden als im Vorjahr. Das geht aus einer Car-Studie hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Hauptgrund für die Zunahme von Sonderverkäufen ist die schwache Nachfrage in Deutschland. Doch nicht nur VW setzt auf diese Absatzförderung.

DÜSSELDORF. Im August waren 43 Prozent der hierzulande verkauften VW-Modelle entweder Vorführ- und Dienstwagen, Tageszulassungen oder gingen an Autovermieter. Das geht aus bisher unveröffentlichten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor, die das Center of Automotive Research (Car) der Fachhochschule Gelsenkirchen ausgewertet hat. Die Car-Studie liegt dem Handelsblatt vor.

Der Zuwachs von Sonderaktionen ist bei VW groß. Im Vorjahresmonat setzte der Konzern nur 25 Prozent über diese für die Branche problematischen Vertriebskanäle ab. Allein die auf VW selbst zugelassenen Fahrzeuge steigerte das Unternehmen im August um 4 300 Fahrzeuge im Vergleich zum Juli.

In Importeurskreisen hieß es, man beobachte schon seit mehreren Monaten, dass VW stärker auf Sonderzulassungen setze. Bis Anfang September hat VW in diesem Jahr nur rund 130 000 Autos an private Kunden verkauft, im Vorjahr waren es noch 200 000. Die Zahl der vom KBA registrierten Zulassungen an VW-Autohäuser ist in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 30 000 Fahrzeuge gestiegen.

Im August haben die Sonderaktionen der Wolfsburger ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, kein anderer Hersteller setzte mehr Autos über diese Vertriebskanäle ab. Gut 19 500 Autos verkaufte der Marktführer als Sonderzulassungen. VW wollte die KBA-Daten nicht kommentieren. "Die Zahlen sind ein Beleg für unser traditionell gutes Großkundengeschäft“, sagte eine VW-Sprecherin.

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