Schwache Nachfrage belastet
Grammer schraubt Erwartungen zurück

Der Oberpfälzer Autozulieferer Grammer hat den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des Jahres leicht erhöht. Der Gewinn wurde in den Zeitraum jedoch halbiert. Angesichts schwacher Nachfrage, anhaltendem Preisdruck, Restrukturierungsbelastungen und eines höheren Steueraufwands wurde die Ergebnisprognose für 2003 gesenkt.

HB AMBERG. Grammer erwarte im Gesamtjahr vor Steuern und Zinsen (Ebit) nun einen Gewinn von rund 30 Mill. € nach 42,5 Mill. € im Vorjahr, teilte der Konzern am Freitag in Amberg mit. Zuletzt hatte das Unternehmen lediglich mit einem Gewinnrückgang um bis zu acht Prozent auf rund 39 Mill. € gerechnet. Der Umsatz 2003 werde leicht unter dem Vorjahreswert von 778,5 Mill. € liegen.

„Im kommenden Jahr wird das Unternehmen ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm starten, das 2004 bereits leicht zur Ergebnisverbesserung beitragen und 2005 seine volle Wirkung entfalten wird“, hieß es ausblickend.

In den ersten neun Monaten steigerte Grammer den Angaben zufolge den Umsatz leicht um 1,1 % auf 594,2 Mill. € - im ersten Halbjahr war noch ein Plus von drei Prozent angefallen. „Die insgesamt schwache Nachfrage in der Fahrzeugindustrie, insbesondere bei hochwertigen Pkw, Traktoren und Bussen, der weiterhin sehr hohe Preisdruck und der starke Euro bremsten die Ertragsentwicklung im Konzern“, hieß es. Kosten für den Anlauf und die Entwicklung neuer Produkte hätten den operativen Gewinn per Ende September um 25 % auf 22,6 Mill. € gedrückt. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von acht (Vorjahr 16,1) Mill. €.

Die Grammer-Aktie notierte am Freitag auf dem Frankfurter Parkett mit 18,45 € um 0,8 % im Plus.

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