Schwache Nachfrage Leoni schraubt Margen-Ziele zurück

In den europäischen Schuldenländern kaufen immer weniger Menschen einen Neuwagen. Das verschärft die Krise auf dem Automarkt und drückt auf die Marge des Zulieferer Leonie.
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Ein Arbeiter der Leoni AG schiebt einen Wagen mit Kabelrollen. Quelle: dpa

Ein Arbeiter der Leoni AG schiebt einen Wagen mit Kabelrollen.

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FrankfurtDer Autozulieferer Leoni schraubt wegen der nachlassenden Nachfrage nach Pkws seine Gewinnziele zurück. „Angesichts der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung und des Marktumfeldes werden wir unser Langfristziel von sieben Prozent Marge 2013 voraussichtlich noch nicht erreichen“, räumte Vorstandschef Klaus Probst im Gespräch mit der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) ein. Für das kommende Jahr rechnet er nur noch mit einem „mindestens stabilen Geschäft“.

Zuletzt hat sich die Krise am europäischen Automarkt verschärft. Im September waren die Pkw-Neuzulassungen in der EU um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Vor allem in den südeuropäischen Ländern wie Spanien oder Italien, die von der Staatsschuldenkrise besonders gebeutelt sind, kaufen sich immer weniger Menschen einen Neuwagen.

Im laufenden Geschäftsjahr dürfte der Nürnberger Bordnetze- und Kabelhersteller der „FTD“ zufolge am unteren Ende der angegebenen Spanne bei Umsatz und operativem Gewinn landen. Leoni hatte für 2012 bei einem Umsatz zwischen 3,8 bis vier Milliarden Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 230 bis 280 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Kurzarbeit sei bislang aber noch kein Thema, versicherte Probst. "Derzeit ist die Auslastung noch vernünftig."

  • rtr
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