Schwache Nachfrage nach Künstler- und Sammlerpuppen
Zapf gibt Designer Collection auf

Der fränkische Puppenhersteller Zapf Creation gibt auf Grund der anhaltenden Konsumflaute das Geschäft mit Künstler- und Sammlerpuppen auf. Die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr behielt das Unternehmen aber bei.

Reuters RÖDENTAL. Die Produktlinie Designer Collection hätte bereits im Jahr 2002 nicht mehr kostendeckend produziert werden können, teilte die Gesellschaft am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Die anhaltende Dollarschwäche im laufenden Jahr verstärke diesen Effekt zusätzlich. Der Vorstand habe sich daher entschlossen, das Engagement in dem Bereich hochwertiger Künstler- und Sammlerpuppen mit dem Geschäftsjahr 2003 aufzugeben.

Wie Zapf mitteilte, hat die Produktlinie Designer Collection in den vergangenen drei Jahren deutlich unter der Konsumzurückhaltung vor allem bei hochpreisigen Artikeln gelitten. Bei gleichzeitig leicht gestiegenen Personal- und Marketingkosten seien die Umsätze in den Jahren 2000 bis 2002 um 30 Prozent auf knapp 2,8 Mill. Euro zurückgegangen. „Die anhaltende Konsumflaute und die aktuelle Auftragslage deuten auf eine weitere Umsatzverschlechterung der Linie Designer Collection hin“, hieß es in der Mitteilung.

Zapf wolle zudem kleinere Produktionschargen aus anderen Produktionsbereichen, die derzeit noch am Standort Rödental produziert würden, sowohl aus technischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen nach Fernost verlagern. Daraus resultierende Personalmaßnahmen würden vor allem den Bereich Produktion betreffen. Gespräche mit dem Betriebsrat seien bereits aufgenommen worden. Derzeit beschäftigt Zapf in der Produktion 78 von weltweit 529 Mitarbeitern.

An der Prognose für das laufende Geschäftsjahr hält der Hersteller von Kinderlieblingen wie den „Baby born“-Puppen dennoch fest. Es werde weiter mit einem Umsatzwachstum und einer Steigerung des operativen Ergebnisses um 15 Prozent gerechnet. Der Jahresüberschuss werde allerdings von einem einmaligen Sonderaufwand für Interessenausgleich und Sozialplan sowie Wertberichtigungen von Alt- und Restbeständen, Teilabschreibungen auf den Inventurbestand von Fertigprodukten und den Verkaufskosten des nicht mehr benötigten Anlagevermögens belastet. Die genaue Höhe, die erst nach Abschluss der Verhandlungen mit dem Betriebsrat beziffert werden könne, werde sich im unteren einstelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Die im MDax notierte Zapf-Aktie ging am Donnerstag mit einem Minus von mehr als drei Prozent auf 31,20 Euro aus dem Handel.

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