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19.07.2008 
Dieselkomponenten

Schwache Nachfrage setzt Bosch unter Druck

Der Autozulieferer Robert Bosch leidet offenbar unter einer schwachen Nachfrage nach Dieselkomponenten. Jedenfalls soll die Produktion dieser Komponenten tageweise ausfallen.

HB FRANKURT. Betroffen seien die Werke Stuttgart-Feuerbach, Homburg/Saar Bamberg und Bursa in der Türkei, bestätigte ein Bosch-Sprecher einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten". "Wir lassen tageweise die Produktion ruhen", sagte der Sprecher. Zur Begründung verwies er auf Werksferien bei zahlreichen Automobilherstellern. "Wir wollen keine Produktionsbestände aufbauen", sagte der Sprecher.

Bosch-Chef Franz Fehrenbach erklärte in einem Interview mit der Zeitung, dass "wir nach vier Jahren globaler Hochkonjunktur den Gipfel der konjunkturellen Entwicklung überschritten haben". Bosch bleibe von den Negativentwicklungen der vergangenen Monate nicht völlig ungeschoren. So mache sich an den deutschen Dieselstandorten auch die stark rückläufige Marktentwicklung in den USA bemerkbar.

"Das Ausfallen einzelner Schichten ist deshalb als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen", so der Bosch-Chef, der nicht unnötig Dieselkomponenten auf Halde produzieren will. Die Mitarbeiter griffen dafür auf Überstunden auf ihren Arbeitszeitkonten zurück. Darüber hinaus würden befristete Verträge nicht verlängert und keine Ferienschichten über die Sommerzeit gefahren wie in den vergangenen Jahren.

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