Schwache Nachfrage: Stahlindustrie stellt sich auf Durststrecke ein

Schwache Nachfrage
Stahlindustrie stellt sich auf Durststrecke ein

Die Branchengrößen der Stahlindustrie rechnen in diesem Jahr noch nicht mit einer Erholung. Das Geschäftsklima sei auf niedrigem Niveau. Allerdings gebe es bereits Hoffnungsschimmer.
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DüsseldorfDie Stahlindustrie in Deutschland mit Branchengrößen wie ThyssenKrupp und Salzgitter rechnet noch mit einer längeren Durstrecke. „Eine durchgreifende Erholung erwarten wir für dieses Jahr noch nicht“, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, am Mittwoch in Düsseldorf. Der Verband bekräftigte, dass die Rohstahlproduktion hierzulande in diesem Jahr lediglich auf 43 Millionen Tonnen zulegen werde. Im vergangenen Jahr war sie um vier Prozent auf 42,7 Millionen Tonnen gefallen.

Es gebe aber eine Reihe hoffnungsvoller Zeichen, sagte Kerkhoff. So sei die Rohstahlproduktion im Januar um fünf Prozent auf 3,6 Millionen geklettert. „Dies ist der stärkste Zuwachs seit September 2011.“ Wichtige Kunden wie der Maschinenbau und die Automobilindustrie blickten inzwischen optimistischer nach vorne. Insgesamt befinde sich das Geschäftsklima aber noch auf einem relativ niedrigen Niveau. „Die Erwartungen sind zurückhaltender als noch zum Jahresanfang 2010 oder 2011“, sagte Kerkhoff. Nach einem Wachstum von einem Prozent im Schlussquartal 2012 seien die Bestellungen im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um vier Prozent zurückgegangen.

Die Hersteller kämpfen seit knapp zwei Jahren mit einer schwächelnden Nachfrage. Wegen der unsicheren Konjunkturentwicklung haben sich die Kunden mit Bestellungen zurückgehalten. Der deutsche Branchenprimus ThyssenKrupp hatte von Oktober bis Ende Dezember in seinem europäischen Stahlgeschäft einen Gewinneinbruch verbucht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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