Schwache Quartalszahlen
Philips enttäuscht die Börse

Nun hat auch die Berichtssaison in Europa begonnen: Der Elektronikkonzern Philips hat mit seinen Zahlen zum dritten Quartal unter den Erwartungen gelegen. Außerdem kündigten die Niederländer weitere Spaßmaßnahmen an. Zudem wolle der Konzern den Aktienrückkauf drosseln. Das lässt nichts Gutes ahnen für die Branche.

HB DÜSSELDORF. Philips geht für das laufende vierte Quartal von einem Nachfragerückgang aus. Im dritten Quartal hat Philips dank eines Anteilsverkaufs das Nettoergebnis auf 357 Mio. Euro erhöht. Der Konzernumsatz fiel auf 6,3 Mrd. Euro. Die Aktie von Philips verliert zwischenzeitlich rund fünf Prozent, während der niederländische Leitindex AEX deutlich ansteigt.

Als Grund für den Rückgang beim EBITA nannte Philips unter anderem außerordentliche Belastungen im Zusammenhang mit der Beilegung eines Absbest-Rechtsstreits. Zum verschärftem Sparplan sagte Philips-CEO Gerard Kleisterlee: „Wir werden Kosten und Preise strikt managen. Investitionen sollen verstärkt auf aufstrebende Märkte und Wachstumsregionen umgeschichtet werden. In allen Bereichen werden wir die Optimierungsprogramme verstärken“.

Zudem soll das Aktienrückkaufprogramm wegen der derzeit unsicheren Lage auf den Finanzmärkten verlangsamt werden. Bis Ende September habe Philips eigene Aktien für rund drei Mrd. Euro zurückgekauft. Damit sind rund 60 Prozent des derzeit laufenden Programms über fünf Mrd Euro ausgeschöpft.

Im vierten Quartal will Philips im Zusammenhang mit den angestrebten Einsparungen einen außerordentlichen Aufwand von 240 Mio Euro verbuchen. CFO Pierre-Jean Sivignon wollte in einem Gespräch mit dem Fernsehsender CNBC kurz nach der Zahlenveröffentlichung keine Stellungnahme zu der Größenordnung eines möglichen Stellenabbaus abgeben.

Die Auftragseingänge hätten sich im Bereich Healthcare in den USA in den vergangenen Wochen abgeschwächt, fügte der CFO hinzu. Besonders gegen Ende des Quartals seien die Aufträge wegen der Finanzkrise rückläufig gewesen. Ein Analyst von Petercam sagte, die Finanzkrise sei bei Philips angekommen. Marcel Achterberg, Analyst bei der ING, bezeichnete die Philips-Zahlen und die Ankündigungen bezüglich des Aktienrückkaufs als „enttäuschend“.

Philips bietet eine breite Produktpalette von Rasierapparate über Fernsehgeräte bis zu medizinischen High-End-Geräten an. Den langfristigen Ausblick hat der Konzern bekräftigt. Ab 2010 soll die EBITA-Marge bei 10 Prozent liegen.

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