Schwacher Absatzmarkt
Renault: 6 000 Arbeitnehmer vor Kündigung

Der französische Autobauer Renault reagiert mit Entlassungen auf den schwachen Absatzmarkt und streicht 6 000 Stellen. Davon sollen 4 900 Arbeitsplätze in Frankreich wegfallen, 1 100 in anderen europäischen Ländern, teilte der Konzern am Dienstag mit.

HB PARIS. Derzeit beschäftigt Europas sechstgrößter Autobauer weltweit rund 134 000 Menschen. Trotz des schwierigen Marktumfeldes hält Renault aber an seiner Gewinnmarge von sechs Prozent für 2009 fest. Für 2008 hatte der Konzern im Juli einen Gewinnspanne von 4,5 Prozent angegeben. Der Aktienkurs des Unternehmens schloss am Dienstag 0,4 Prozent im Minus, nachdem die Anteilsscheine in diesem Jahr bereits 42,8 Prozent ihres Wertes verloren haben. Die Gewerkschaft CGT rief zu einem eintägigen Warnstreik am Donnerstag auf, um gegen die Stellenstreichungen zu protestieren.

Im Juli hatte Renault bereits seine Absatzprognose für das kommende Jahr unter anderem wegen schwacher Verkaufszahlen in Europa gesenkt. Der Autobauer reduzierte seine Erwartungen für 2009 um 300 000 Fahrzeuge auf drei Mill. Stück. Während der Betriebsrat in der Konzernzentrale in Boulogne-Billancourt bei Paris von dem Kürzungsprogramm unterrichtet wurde, fand einige Häuserblocks entfernt eine innerbetriebliche Präsentation des neuen Megane-Models statt. Es soll auf der Pariser Automesse im Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Megane wird mit dem neuen Golf von Volkswagen konkurrieren, der am Montag von VW-Chef Martin Winterkorn in Island vorgestellt worden war. Winterkorn sagte dabei "kritische Zeiten" für den Automarkt 2009 voraus.

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