Schwacher Ausblick
Deutsche Maschinenbauer zwischen Hoffen und Bangen

Die Auftragseingänge in der Maschinenbau-Branche schrumpfen weiter. Zwar seien die Inlandsbestellungen um zehn Prozent gestiegen, doch bereitet vor allem die rückläufige Auslands-Auftragslage den Unternehmen Sorgen.
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DüsseldorfDer deutsche Maschinenbau ist auch zu Beginn des zweiten Halbjahres nicht in Schwung gekommen. Die Auftragseingänge seien im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um drei Prozent geschrumpft, teilte der Branchenverband VDMA am Donnerstag mit. Dabei seien die Bestellungen im Inland sogar um zehn Prozent gestiegen. Bei den Orders aus dem Ausland mussten die exportorientierten Hersteller aber ein Minus von neun Prozent hinnehmen. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger stark beeinflussten Dreimonatsvergleich von Mai bis Juli betrug der Rückgang insgesamt vier Prozent.

Die Freude über das Wachstum der Inlandsbestellungen hielt sich bei den Experten daher auch in Grenzen. „Solche Ausschläge sind nicht ungewöhnlich, schon gar nicht nach einer Reihe schwacher Monate. Skepsis ist angebracht, dass der Juli bereits den Beginn der lang ersehnten Wende markiert“, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Immerhin sei die rückläufige Auslandsnachfrage weitgehend kompensiert worden.

Die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung lässt viele Kunden zögern, neue Maschinen zu bestellen. Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche, zu der auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, Gea und Gildemeister gehören, hatte noch im Frühjahr darauf gesetzt, dass die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte anzieht. Anfang Juli mussten sich die Unternehmen von ihrer Prognose für 2013 verabschieden. Statt eines Anstiegs der Produktion um zwei Prozent erwarten sie nun einen Rückgang um ein Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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