Schwacher Dollar
Opel plant eigenes Werk in den USA

Die Opel-Mutter General Motors überlegt, angesichts des schwächelnden Dollars die Produktion von Opel-Modellen teilweise in die USA zu verlegen. Sollte der in den USA unter der Marke Saturnvertriebene Kompaktwagen Astra gut ankommen, könne dies ein sinnvoller Weg sein, sagte Opel-Chef Hans Demant auf einer „Handelsblatt“-Tagung.

HB FRANKFURT. Die Rüsselsheimer GM-Tochter Opel erwägt, ihren Kompaktwagen Astra künftig auch in den USA bauen zu lassen. Das wichtige Modell sei in Nordamerika sehr positiv aufgenommen worden, sagte Opel-Chef Hans Demant am Dienstag am Rande einer Automobilkonferenz in Frankfurt. In den ersten zehn Monaten 2007 waren 40 000 Opel Astra aus dem Werk im belgischen Antwerpen in die USA verschifft worden, 10 000 mehr als ursprünglich geplant.

„Wir müssen sehen, wie sich das Fahrzeug dort weiter entwickelt“, sagte Demant. Eine Astra-Fertigung in den USA sei zudem abhängig von der Entwicklung des Gesamtkonzerns. Generell habe das Unternehmen aber die Strategie, Wagen dort vom Band laufen zu lassen, wo sie verkauft werden.

GM kämpft derzeit mit einem schrumpfenden Absatz im wichtigsten europäischen Automobilmarkt Deutschland. Auch auf dem Heimatmarkt USA, wo GM wie die anderen US-Autobauer massiv Produktionskapazitäten zurückfährt und Personal abbaut, waren die Verkäufe zuletzt eingebrochen. Hinzu kommt der Dollar-Verfall, der zwar Exporte aus den USA erleichtert, umgekehrt aber die in den USA erzielten Erlöse in den Kassen europäischer Unternehmen schrumpfen lässt. „Das ist ein Thema, das uns richtig Sorgen macht“, sagte Demant.

Bei Opel gibt es zudem Überlegungen, von der zweiten Jahreshälfte 2009 an auch den Nachfolger des Opel Vectra Kombi aus Rüsselsheim unter dem Logo „Saturn“ in die USA zu exportieren. Der Saturn-Mittelklassewagen Aura und das Nachfolgemodell des Opel Vectra sind in der Basisversion baugleich.

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