Schwacher Start des Toyota Auris
Toyotas Goldjunge tut VW nicht weh

Mit dem neuen Modell Auris wollte der japanische Autobauer Toyota in der Kompaktklasse wieder durchstarten. Für den Auris hatte der Autokonzern Deutschlands größte Plakatwerbekampagne losgetreten. Doch der im März als Golf-Konkurrent auf den Markt gekommene Wagen tut sich in Deutschland schwerer als gedacht.

hz FRANKFURT. Der Marktanteil des japanischen Herausforderers lag im Juli laut Kraftfahrzeugbundesamt im hart umkämpften Kompaktwagen-Segment in Deutschland bei 2,2 Prozent – deutlich hinter dem Primus von Volkswagen, der es auf vergleichsweise satte 25 Prozent brachte.

Mit einem neuen Design sollte der Auris, dessen Name sich vom lateinischen „aurum“ für „Gold“ ableitet, mehr Emotionen wecken als sein Vorgängermodell Corolla. Mit einer umfangreichen Plakat-Werbekampagne versuchten die Japaner, den potenziellen Kunden das positive Image nahezubringen. Doch trotz Achtungserfolgen in Autotests sprechen Experten bereits von einem enttäuschenden Start des Auris. Branchenkenner hatten angesichts des massiven Marketingaufwands zur Markteinführung des Modells mehr erwartet.

Eine Einschätzung, der Toyota heftig widerspricht: Der Wagen sei voll im Plan, betonte eine Sprecherin. Der Konzern habe von Anfang an nur 22 000 verkaufte Auris für 2007 angepeilt.

Für den Auris hatte Toyota im Frühjahr Deutschlands größte Plakatwerbekampagne losgetreten. Der Auftritt kostete nach Schätzungen von Marktbeobachtern etwa 20 Mill. Euro. Auch in der Fachpresse war der Auris auf ein sehr positives Echo gestoßen. Nur ummünzen in überraschende Markterfolge konnte der „Goldjunge“ von Toyota das gute Abschneiden in den einschlägigen Vergleichstests bisher noch nicht.

„Ein Riesenerfolg war der Start für das viele Geld, das in die Werbung gesteckt wurde, sicher nicht“, sagte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Aber die Einführung eines neuen Modells brauche Zeit – und Toyota sei dafür bekannt, Geduld zu haben. Erst seit Ende Juni ist das Modell auch als Dreitürer auf dem Markt, und noch fehlen günstige Diesel-Motoren in der Palette.

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