Schwacher Yen treibt Export an
Toyota-Gewinn explodiert

Das wird Volkswagen Magenschmerzen bereiten: Toyota steigert den Gewinn 2013 um fast 90 Prozent. Der Export lief dank des schwachen Yens prächtig. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Japaner aber mit Stagnation.
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TokioNach einem saftigen Plus im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich Toyota auf einen Gewinnrückgang ein. Der für seine zurückhaltenden Prognosen bekannte VW -Rivale rechet im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 damit, unter dem Strich mit rund 12,6 Milliarden Euro (1,78 Billionen Yen) etwa 2,4 Prozent weniger zu verdienen. Damit enttäuschen die Japaner die Märkte: Experten hatten ein Plus von 7,4 Prozent erwartet.

Auch stellt sich der absatzstärkste Autohersteller der Welt auf eine Stagnation der Verkäufe ein. Wie im abgelaufenen Geschäftsjahr würden auch in dem Zeitraum bis Ende März 2015 rund 9,1 Millionen Fahrzeuge weltweit an die Kunden gehen, teilte Toyota am Donnerstag mit.

Im vergangenen Geschäftsjahr profitierte der Konzern noch von der Yen-Schwäche. Seinen Nettogewinn steigerte er um fast 90 Prozent auf umgerechnet rund 12,9 Milliarden Euro (1,82 Billionen Yen). Die Abwertung der heimischen Währung vor allem gegenüber dem Dollar in den vergangenen Monaten hat das Ausfuhrgeschäft mit Toyota-Modellen wie dem Corolla und dem Prius lukrativer gemacht.

Doch auf diese Währungseffekte zählt der Konzern künftig nicht mehr und gibt sich deshalb pessimistisch. Konzernchef Akio Toyoda steht nun vor der Herausforderung, das Wachstum des Konzerns trotz widriger Umstände voranzutreiben: In Japan schrumpft der Automarkt, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer dürfte Kunden noch mehr von Käufen abschrecken, und neue Toyota-Modelle lassen auch auf sich warten.

Der wichtige Markt USA spült zudem wegen nachlassender Währungseffekte nicht mehr so viel Geld in die Kassen. Vor Toyota hatte schon der heimische Konkurrent Honda einen zurückhaltenden Ausblick geliefert. Volkswagen ist dagegen mit einem Gewinnsprung im ersten Quartal ins Jahr gestartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Viele viele Rückrufaktionen sind ein Zeichen fü erhebliche Qualitätsmängel. Aber Hauptsache der Gewinn explodiert.

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