Schwaches China-Geschäft
Sanofi senkt Prognose für 2013

Der Umsatz des französischen Pharmakonzerns Sanofi sinkt weiter. Im dritten Quartal schrumpfte der Nettogewinn um 18,7 Prozent. Vor allem die chinesische Anti-Korruptions-Offensive macht dem Unternehmen zu schaffen.
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ParisDer französische Pharmakonzern Sanofi senkt wegen eines schwächeren Geschäfts in China und Brasilien abermals die Prognose für das Gesamtjahr. Der Gewinn je Aktie werde zu konstanten Wechselkursen rund zehn Prozent geringer ausfallen als 2012, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Erst im August hatte er seine Erwartungen zurückgeschraubt und einen Rückgang von sieben bis zehn Prozent vorhergesagt.

Im dritten Quartal fiel der Umsatz mit 8,432 Milliarden Euro um 6,7 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie sank um 19,2 Prozent auf 1,35 Euro. Der Nettogewinn, der bestimmte Sondereffekte wie Rechtskosten und Abschreibungen ausklammert, schrumpfte um 18,7 Prozent auf 1,789 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Umsatz von 8,55 Milliarden Euro und einen Gewinn je Aktie von 1,43 Euro erwartet.

Sanofi bekommt - wie auch andere europäische Pharmakonzerne - den Kampf der chinesischen Behörden gegen die weit verbreitete Korruption in der Branche zu spüren. Die Unternehmen beklagen, dass es für ihre Vertreter immer schwieriger wird, bei chinesischen Ärzten vorstellig zu werden und für ihre Medikamente zu werben. Das schlägt sich auf den Absatz nieder.

Sanofi konnte im dritten Quartal den Umsatz in China nur noch um fünf Prozent steigern. Er war vor der Anti-Korruptions-Offensive in den drei Monaten zum Juni noch um mehr als 15 Prozent gestiegen. Das Geschäft im Wachstumsmarkt China trug im vergangenen Jahr weniger als vier Prozent zu Gesamtumsatz des Konzerns bei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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