Industrie

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Schwächerer Export: Modehersteller blicken zaghaft auf 2012

Für das laufende Jahr erwarten die deutschen Modehersteller ein leichtes Wachstum. Der Export als Wachstumsmotor der Branche hat allerdings nachgelassen - vor allem auf den wichtigen europäischen Märkten.

Geschätzte 12 Milliarden Euro Umsatz machte die Modebranche im vergangenen Jahr. Quelle: dpa
Geschätzte 12 Milliarden Euro Umsatz machte die Modebranche im vergangenen Jahr. Quelle: dpa

DüsseldorfDie deutschen Modehersteller rechnen in diesem Jahr mit leichtem Wachstum, sind aber insgesamt vorsichtiger gestimmt. „Der Export hat sich etwas abgeschwächt“, sagte Gerd Oliver Seidensticker, Präsident des Industrieverbandes German Fashion, am Freitag in Düsseldorf. Die Branchenumfrage bei den gut 330 Mitgliedsunternehmen ergab für Januar bis Mai einen Rückgang der Ausfuhren um etwa 3 Prozent. Die deutschen Modehersteller setzen etwa 40 Prozent ihrer Ware im Ausland ab.

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2011 machte die Branche nach Schätzungen etwa 12 Milliarden Euro Umsatz. Quer durch alle Sparten - Damen- und Herrenoberbekleidung, Arbeits-, Berufs- und Schutzkleidung sowie Sport- und Outdoorkleidung - hätten die Unternehmen eine positive Entwicklung für 2011 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. In Deutschland gibt es nach Angaben des Verbandes in der Branche 450 Hersteller mit etwa 35 000 Mitarbeitern.

Mode- und Bekleidung

Die Binnennachfrage sei nach wie vor sehr gut, sagte Seidensticker. Von der Tendenz her rechne er mit steigenden Umsätzen. Die Umsatzzahlen aus dem Quartal von April bis Juni 2012 habe gut ein Viertel der Unternehmen als gut bewertet. 56 Prozent gaben bei der Verbandsumfrage ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als befriedigend an.

„Der Export als Wachstumsmotor für die Branche ist ins Stottern geraten“, erklärte German Fashion. Rückgänge habe es vor allem auf den wichtigen europäischen Märkten gegeben. Grund sei die Finanzkrise. Auch die Importe gingen in den ersten fünf Monaten um 7 Prozent zurück. Der Anteil von China, dem wichtigsten Lieferland, schrumpfte um 10 Prozent. Dagegen legten Bangladesch, Vietnam und Kambodscha zu. Fast alle Mitgliedsunternehmen des Verbandes produzieren im Ausland.

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