Schwarzwälder Uhrenhersteller
Insolvenzverwalter optimistisch für Zukunft von Junghans

Insolvenzverwalter Georg Bernsau sucht einen Käufer für den traditionsreichen Uhrenhersteller Junghans. Das Schwarzwälder Unternehmen hat einen guten Namen und ist am Markt offenbar attraktiv. Bernsau zeigt sich zuversichtlich, schon bald einen Käufer zu finden.

HB MÜNCHEN. „Am Wochenende haben sich schon drei europäische Interessenten gemeldet. Ich denke, wir werden 2008 einen Käufer finden“, sagte Bernsau der „Financial Times Deutschland“. Das 1861 gegründete Unternehmen aus Schramberg im Schwarzwald war in den Strudel der Probleme bei Egana-Goldpfeil geraten. Der Luxuswarenkonzern hatte im August für seine Europa-Holding in Offenbach Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter betonte aber, Junghans hänge organisatorisch von der Muttergesellschaft in Hongkong ab.

Alleine werde Junghans nicht überleben können, sagte Bernsau der Zeitung. „Stand-alone wird nicht möglich sein.“ Die Firma mit 120 Mitarbeitern schreibe seit Jahren rote Zahlen. 2007 habe ein „hoher einstelliger Millionenbetrag“ als Verlust zu Buche gestanden, bei einem Umsatz von weniger als 50 Mill. Euro. Das Unternehmen hatte weltweit die erste Funk-Armbahnuhr auf den Markt gebracht.

Zu Egana-Goldpfeil gehören auch der Uhrenhersteller Dugena und die Schuhmarken Salamander und Sioux. Unternehmensgründer Hans-Jörg Seeberger war im Herbst vergangenen Jahres gestorben.

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