Schweden hilft Herstellern
Autoindustrie steht vor Subventionswettlauf

Die möglichen Milliardenhilfen für die US-Autokonzerne haben einen internationalen Subventionswettlauf losgetreten. Der Wettlauf um Staatshilfen die Autobranche ist in vollem Gange. Subventionspläne sind bereits aus Australien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland bekannt – nun folgte auch Schweden. Der US-Kongress ist unterdessen tief gespalten.

NEW YORK/STOCKHOLM. Mit Schweden kündigte am Donnerstag ein weiteres Land Kreditbürgschaften und Notfalldarlehen für seine Autohersteller im Umfang von 25 Mrd. Schwedische Kronen (2,4 Mrd. Euro) an. Die Regierung werde den angeschlagenen Produzenten Saab und Volvo sowie Zulieferbetrieben entsprechende Kreditgarantien zur Verfügung stellen, teilten Finanz- und Wirtschaftsministerium in Stockholm mit.

Volvo als Tochter des US-Konzerns Ford und Saab als Teil der Opel-Konzernmutter General Motors (GM) stehen derzeit zum Verkauf und gelten als existenzgefährdet. Kaufinteressenten für die beiden Marken sind bisher nicht in Sicht. Neben knapp 30 000 direkten Arbeitsplätzen sind in der schwedischen Autoindustrie einschließlich Lkw-Produktion und Zulieferern etwa 120 000 Menschen beschäftigt.

Der Wettlauf um Staatshilfen für die Schlüsselbranche ist damit in vollem Gange. Subventionspläne sind bereits aus Australien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland bekannt. So stellt Australien in den nächsten Jahren 6,2 Mrd. australische Dollar (3,3 Mrd. Euro) bereit, um die dort produzierenden Hersteller Toyota, GM und Ford zu subventionieren. Mit dem Geld solle der Branche geholfen werden, „sich auf die Herausforderungen der Zukunft einzustellen“, sagte Australiens Premierminister Kevin Rudd.

Frankreichs Regierung will eine Kreditfinanzierungslinie von einer Mrd. Euro für Darlehen zum Autokauf bereitstellen. „Der Staat ist bereit, alles zu tun, um die Autobranche zu retten“, sagte Präsident Nicolas Sarkozy. In Großbritannien hat Vauxhall, eine weitere Tochter des US-Autoriesen GM, eine Finanzspritze angefragt, um seine 5 000 Jobs zu sichern.

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