Schwedische Autobauer
Volvo-Rettung kommt dank Staatsbürgschaft voran

Die schwedische Regierung macht den Weg zur Volvo-Rettung frei: Mit einer Bürgschaft ermöglichten die Politiker einen Kredit der Europäischen Investitionsbank an den Autobauer. Im Fall Saab bleiben die Skandinavier jedoch hart und verweigern weiter die Unterstützung. Die Firma habe bislang keine überzeugenden Konzepte vorgelegt.

HB Brüssel. Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat nach Angaben der schwedischen Regierung einem Kreditantrag des PKW-Herstellers Volvo über 5 Mrd. Kronen (445 Mio. Euro) zugestimmt. Die intern bereits getroffene Entscheidung solle am Donnerstag offiziell bekanntgegeben werden, sagte Schwedens Handelsministerin Ewa Björling der "Financial Times Deutschland" (Donnerstag). Die schwedische Regierung will demnach für 90 Prozent des Kredits bürgen.

Anders als im Falle des Ford-Tochterunternehmens Volvo lehnt die Regierung in Stockholm Staatshilfe für den insolventen Autobauer Saab ab, der zum US-Konzern General Motors (GM) gehört. "Bisher haben wir von Saab keinen Vorschlag gesehen, der uns so aussichtsreich erscheint, dass wir ihn unterstützen könnten", sagte Björling. Sie begrüße den Vorschlag von EU-Industriekommissar Günter Verheugen für ein Treffen aller Länder mit GM-Tochterunternehmen. "Wir müssen zu einer gemeinsamen Position finden und GM in die Pflicht nehmen." Die Volvo-Mutter Ford hatte den Verkauf des schwedischen Autobauers angekündigt.

Ministerin Björling kritisiert die Forderungen der deutschen Sozialdemokraten zur Rettung der deutschen GM-Tochter Opel: "Es ist einfach der falsche Weg." Vor allem der Vorschlag, Opel mit Staatshilfe teilweise zu übernehmen, gehe "völlig in die falsche Richtung".

Gleichzeitig wurde bekannt, dass Volvo mit einem drastischen Kostensenkungsprogramm seine Wettbewerbsfähigkeit sichern will. 500 Mio. Kronen (knapp 50 Mio. Euro) sollen im laufenden Jahr eingespart werden, zudem werden die Produktionszahlen in den schwedischen und belgischern Werken gekürzt. Die Arbeiter müssen auf ihre Boni 2009 und 2010 verzichten, das Management gibt 5 Prozent seiner Bezüge ab. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die rund 48.000 Jobs im Konzern zu sichern.

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