Schwedischer Autobauer
Saab erhält Last-Minute-Zahlung aus China

Der kurz vor dem Aus stehende Autobauer Saab hat nochmals eine Millionenzahlung seines chinesischen Investors Youngman erhalten. Das Geld wird benötigt, um Schulden beim schwedischen Staat zu begleichen.
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StockholmKurz vor der erwarteten Gerichtsentscheidung über das endgültige Aus für die schwedische Traditionsfirma Saab ist eine Zahlung von einem chinesischen Investor eingetroffen. Saab-Sprecher Eric Geers sagte am Dienstag, er könne bestätigen, dass Saab eine erste Überweisung von Zhejiang Youngman Lotus Automobile auf dem Konto habe. Zur Höhe wollte er keine Angaben machen. In Medienberichten war von zunächst fünf Millionen Dollar die Rede für dringend fällige Steuerangelegenheiten. Am Mittwoch sollen den Berichten zufolge weitere 20 Millionen Euro folgen, und noch einmal zehn Millionen Euro bis Ende Dezember.

Am Freitag entscheidet ein schwedisches Gericht, ob der Gläubigerschutz auf Antrag des Zwangsverwalters beendet werden soll. Dessen offenbar ungeachtet bemüht sich das Management, das Unternehmen am Leben zu halten. „Wir arbeiten hart, um die Löhne bezahlen zu können und die Finanzierung für die Löhne sicherzustellen sowie die Firma in der Reorganisation zu halten“, sagte Geers. Zwangverwalter Guy Lofalk hatte seinen Antrag bei Gericht damit begründet, Saab sei es nicht gelungen, Gelder zu organisieren.

Seit Anfang vergangenen Jahres bewegt sich der Autobauer am Rande des Abgrunds. Seit September steht die Firma unter Gläubigerschutz. Die frühere Saab-Mutter General Motors, die noch Lizenzen für Saab-Technologie besitzt, hatte sich zuletzt gegen den Einstieg chinesischer Investoren ausgesprochen und damit eine Rettung verhindert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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