Schwedischer Autobauer
Saab finanziert Juli-Gehälter über Aktienverkauf

Um die Juli-Löhne von rund 1.600 Angestellten auszahlen zu können, gibt der schwedische Autohersteller Saab fünf Millionen neue Aktien aus. Sie sollen etwa sieben Millionen Euro in die leeren Kassen spülen.
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StockholmKäufer der neuen Aktien der Saab-Muttergesellschaft Swedish Automobile ist der amerikanische Investmentfonds Global Yield Fund Limited, GEM. Wieviel GEM genau für den Posten zahlen wird, ist noch unklar, weil ein durchschnittlicher Aktienkurs der vergangenen Wochen zugrunde gelegt wird. Der Kurs der an der Börse in Amsterdam notierten Swedish Automobile-Aktie schloss am Dienstag bei 1,42 Euro. Danach müsste GEM rund sieben Millionen Euro für den Posten zahlen.

Vor einem Jahr war GEM mit 1,8 Millionen Euro bei Saab eingestiegen. Im Mai dieses Jahres erwarb GEM eine weitere Million Aktien von Swedish Automobile. Nach einem vor einem Jahr unterzeichneten Abkommen kann Swedish Automobile Aktien für insgesamt 150 Millionen Euro an GEM verkaufen.

Saab hatte Ende Juli zum zweiten Mal die Gehälter für einen großen Teil seiner Mitarbeiter nicht auszahlen können. Die Produktion der einstigen schwedischen Kultmarke steht seit Anfang April still. Viele Zulieferer hatten wichtige Bauteile wegen unbezahlter Rechnungen nicht mehr an Saab ausgeliefert. Derzeit laufen die Verhandlungen mit den Zulieferern über einen Abzahlungsplan für die angehäuften Schulden, die sich nach Medienangaben auf fast eine Milliarde Kronen (110,7 Millionen Euro) belaufen. Wann die Gelder von GEM überwiesen werden, konnte ein Saab-Sprecher noch nicht sagen. Er rechnete jedoch damit, dass die Gehälter an die Mitarbeiter „im Laufe dieser Woche“ ausgezahlt werden können.

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