Schwedischer Autobauer
Tiefrote Zahlen bei Saab

Die Negativmeldungen über den schwedischen Autobauer Saab reißen nicht ab: Jetzt wurde das Ausmaß der Krise bei der ehemaligen Tochter von General Motors deutlich.
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StockholmDer angeschlagene schwedische Autohersteller Saab hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 3,1 Milliarden Kronen (340,6 Millionen Euro) eingefahren. Der Umsatz lag bei 6,3 Milliarden Kronen. Insgesamt konnte das Anfang 2010 vom US-Konzern General Motors (GM) an den holländischen Sportwagenhersteller Spyker verkaufte Unternehmen nur 28.284 Wagen verkaufen. 2009 fand das Unternehmen 39.700 Käufer, ein Jahr zuvor sogar 93.000.
Die Zahlen gehen aus dem Jahresbericht hervor, der am Dienstag bei der Steuerbehörde eingereicht wurde. In dem Bericht schreiben die Revisoren von Ernst & Young, dass der weitere Betrieb von Saab davon abhängig ist, dass das Unternehmen die „erforderliche Finanzierung“ sicherstelle. Ansonsten sei die weitere Produktion „unsicher“.
Die im vergangenen Jahr von GM Motors an den mittlerweile in Swedish Automobile umbenannten niederländischen Sportwagenhersteller Spyker verkaufte Marke litt von Anfang an unter großen Problemen. Statt der für 2010 prognostizierten 60.000 Wagen verkaufte Saab nur knapp 30.000 Autos. Die für dieses Jahr zunächst angepeilten 100.000 Autos können wegen anhaltendes Produktionsstopps ebenfalls nicht mehr erreicht werden. Die enormen Liquiditätsprobleme zwangen Saab im April zu einem bis heute anhaltenden Produktionsstopp, da Zulieferer wichtige Bauteile als Pfand für unbezahlte Rechnungen zurückbehalten hatten.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es am Montag, als die beiden chinesischen Investoren, der Autohändler Pang Da und der Auto-Produzent Youngman Lotus, bindende Verträge über die Bereitstellung von insgesamt 245 Millionen Euro unterzeichneten. Bevor das dringend benötigte Geld in am Saab-Hauptsitz in Trollhättan eintrifft, müssen allerdings noch die chinesischen Behörden dem Investment zustimmen. Die Europäische Investitionsbank (EIB) gab ebenfalls am Montag die Genehmigung für den Teilverkauf von Fabrikanlagen in Trollhättan. Durch den Verkauf nimmt Saab 255 Millionen Kronen ein. Das Unternehmen will die Gebäude wieder zurück mieten.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

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  • Saab ist in der wirtschaftlichen Situation nur durch eine
    geordnete Insolvenz zu retten, je schneller sich die Verantwortlichen dafür(Asset-Deal) entscheiden, um so besser sind die Chancen das Unternehmen mit anderer Kostenstruktur zu erhalten und erfolgreich fortzuführen.

  • Auch wenn von Ihnen die momentan negative Lage erneut hervorgehoben wird, sollte man als (objektiver ?) Journalist die Zukunft etwas mehr betonen - sonst hinterlassen die Aussagen einen etwas fragwürdigen Eindruck. Die meisten Ihrer "Kollegen" sind da schon weiter!

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