Schweiz
Bayer: Potenzmittel im Visier der Kartellbehörde

Bayer droht mit seinem lukrativen Potenzmittel Levitra Ärger in der Schweiz. Das Sekretariat der schweizerischen Wettbewerbskommission wirft Bayer sowie den beiden US-Pharmariesen Pfizer und Eli Lilly illegale Preisabsprachen bei Potenzmitteln vor und empfiehlt Strafen zu verhängen.

HB ZÜRICH. Pfizer ist der Hersteller der Pille Viagra, von Eli Lilly stammt das Konkurrenzpräparat Cialis. Im Juni 2006 hatte die Behörde eine Untersuchung eingeleitet und die Preise der drei Präparate, die in der Schweiz nicht von den Kassen erstattet werden, genauer unter die Lupe genommen.

Das Sekretariat komme zu dem Schluss, die Preisempfehlungen der drei Hersteller stellten "unzulässige vertikale Wettbewerbsabreden" dar, teilte die Wettbewerbskommission am Dienstag mit. Bayer und die beiden US-Konzerne können nun Stellungnahmen einreichen.

Ein Bayer-Sprecher sagte zu den Vorwürfe: "Wir prüfen die Situation und können daher inhaltlich dazu noch nichts sagen." Bayer erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2008 mit der Potenzpille weltweit einen Umsatz von 248 Mio. Euro. Beim Branchenprimus Pfizer, der 2008 mit Viagra weltweit 1,93 Mrd. Dollar Umsatz erzielte, hieß es, das Unternehmen wisse von der Untersuchung. "Pfizer ist zuversichtlich, dass das Unternehmen alle geltenden Gesetze befolgt hat", sagte ein Sprecher. Auch Lilly äußerte sich zuversichtlich, dass die Preisempfehlungen nicht gegen Kartellrecht verstoßen haben. Der Konzern setzte 2008 mit Cialis 1,44 Mrd. Dollar um.

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