Schweizer Biotechnologie-Firma: Serono findet keinen Käufer

Schweizer Biotechnologie-Firma
Serono findet keinen Käufer

Der geplante Verkauf des Schweizer Biotech-Konzerns Serono kommt angesichts hoher Preisvorstellungen nicht voran. Nach Informationen aus Finanzkreisen sind die Interessenten nicht bereit, mehr als zwölf bis 13 Mrd. Euro zu zahlen.

FRANKFURT. Das ist etwa ein Fünftel mehr als die gegenwärtige Marktkapitalisierung. Vorstandschef Ernesto Bertarelli, dessen Familie 62 Prozent der Anteile hält, schwebt dagegen ein Kaufpreis von 15 Mrd. Euro vor. Eine Serono-Sprecherin lehnte gestern einen Kommentar ab.

Als potenzieller Käufer gelten neben dem Schweizer Novartis-Konzern auch Sanofi-Aventis, Pfizer und Glaxo Smithkline. Nach einem Bericht des Wall Street Journals verstrich eine von Bertarelli gesetzte Angebotsfrist am Freitag jedoch ungenutzt. Die Interessenten hätten es angesichts der hohen Preisvorstellung vorgezogen, kein Angebot abzugeben, schreibt das Blatt. Novartis-Chef Daniel Vasella hatte bereits vergangene Woche abgewunken.

Die Reaktion der Börse fiel auf den ersten Blick dramatisch aus. Die Serono-Aktie notierte gestern zeitweise neun Prozent im Minus. Angesichts der seit Monaten köchelnden Übernahmespekulationen hatte der Kurs zuvor jedoch auch stark zugelegt. Mit 950 sfr notierte das Papier am Schweizer Aktienmarkt gestern noch deutlich höher als im November. Damals hatte Serono eingeräumt, dass die Investmentbank Goldman Sachs mit der Suche nach einer strategischen Lösung für das Unternehmen beauftragt wurde.

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