Schweizer Industriekonzern: Georg Fischer wieder in Gewinnzone

Schweizer Industriekonzern
Georg Fischer wieder in Gewinnzone

Der schweizer Industriekonzern Georg Fischer (GF) hat nach zwei Verlustjahren 2004 wieder schwarze Zahlen geschrieben.

HB SCHAFFHAUSEN. Der Reingewinn betrug 94 Mill. Franken (rund 61 Mio Euro), wie Konzernleiter Kurt E. Stirnemann am Dienstag in Schlatt bei Schaffhausen bekannt gab. 2003 war noch ein Minus von 147 Mill. Franken, 2002 von 20 Mill. Franken ausgewiesen worden. Seit Herbst 2003 steuert das über 200 Jahre alte Unternehmen einen harten Sanierungskurs mit Teilverkäufen, Werksschließungen und Personalabbau. „Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir sind gut auf Kurs“, sagte Stirnemann.

GF ist weltweit in den Bereichen Gussteile für die Autoindustrie, Rohrleitungssysteme und Werkzeugmaschinenbau aktiv. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 3,5 Mrd. Franken. 43 % davon wurden in Deutschland erzielt, wo GF mit zwölf Werken und sechs Verkaufsgesellschaften vertreten ist. „Deutschland ist für uns ein eminent wichtiger Markt- und Arbeitsplatz“, betonte Stirnemann.

GF hat in der Bundesrepublik 4575 Mitarbeiter. Das ist gut ein Drittel der Konzernbelegschaft von 12 324 (minus 7 %). Wichtigste Standorte sind Singen (Baden-Württemberg) und Mettmann (Nordrhein-Westfalen) mit je 1200 Beschäftigte und dem Schwerpunkt Autoteile. Im Zuge der Umstrukturierung wurde ein Werk in Lincoln (Großbritannien) geschlossen und die Produktion nach Singen verlagert.

Zur Trendwende haben Markterholung und Sanierungskurs gleichermaßen beigetragen. Höhere Umsätze wurden in Amerika und Asien, insbesondere in China, erzielt. Das Kerngeschäft Autoteile wuchs um 10 % auf 1,7 Mrd. Franken. Rohrleitungssysteme legten um 12 % auf 818 Mill. Franken zu. Der Maschinenbau, zusammengefasst in der Tochterfirma Agie Charmilles, steigerte den Umsatz um 14 % auf 978 Mill. Franken.

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