Schweizer Industriekonzern rüstet sich für einen Abschwung
Auftragsbücher von ABB werden dünner

Der Industriekonzern ABB ist das jüngste Opfer der Finanzkrise. Obwohl sich die Schweizer im dritten Quartal wacker geschlagen haben und sogar einen Rekordgewinn von 927 Millionen Dollar melden, sackte der Börsenkurs um bis zu 15 Prozent ab. Der Grund: Das Auftragspolster wächst längst nicht mehr so stark wie im Vorjahr. .

ZÜRICH. Mit einem Plus von lediglich sieben Prozent auf knapp 8,9 Mrd. Dollar liegen die Ordereingänge deutlich unter den Erwartungen der Analys-ten. Es habe zwar noch keine Abbestellungen gegeben, sagte der neue Konzernchef Joe Hogan, aber man warte darauf, dass einige Kunden ihre Order bestätigen.

Vor ABB haben bereits andere In-dustriekonzerne wie General Electric, Schneider und der US-Konzern Eaton die Vorboten einer drohenden Rezession zu spüren bekommen. Durch die Kreditklemme haben sich die Konditionen für Bankkredite spürbar verschlechtert. Hinzu kommt, dass jetzt auch in Schwellenländern wie China der Konjunkturmotor einen Gang zurückgeschaltet hat. ABB gehört zu den weltweit größten Anbietern von Energieanlagen, Automationsprodukten und Robotertechnik.

"Man sollte für das nächste Jahr kein Umsatzwachstum erwarten", sagte Christoph Ladner, Analyst bei der Landsbanki, der Nachrichtenagentur Bloomberg, "ABB wird der Rezession nicht entgehen." Konzernchef Hogan wollte sich dennoch nicht auf eine Prognose festlegen. "Es ist noch zu früh für eine Einschätzung, wie sich die aktuellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten kurzfristig auf unsere Märkte auswirken werden."

ABB sei aber auf Kurs, seine Wachstumsziele für 2008 zu erreichen. So rechnet der Konzern weiterhin mit einem Erlöszuwachs von 15 bis 20 Prozent in der Energietechnik und deutlich über zehn Prozent in der Sparte Automation. Im dritten Quartal kletterte Konzernumsatz um 22 Pro-zent auf 8,8 Mrd. Dollar.

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