Schweizer Pharmakonzern
Roche mit sehr gutem Halbjahr

Krebs- und Grippemittel haben darfür gesorgt, dass der Schweizer Pharmakonzern Roche sowohl Gewinn als auch Umsatz im ersten Halbjahr steigern konnte. Roche hat daraufhin seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht.

HB ZÜRICH. Der Konzern habe seinen Gewinn um vier Prozent auf 3,24 Milliarden Schweizer Franken (2,07 Milliarden Euro) steigern können, gab Roche am Mitwoch bekannt. Der Umsatz habe sich um 14 Prozent auf 16,6 Milliarden Schweizer Franken erhöht. Damit gelang es dem Pharmariesen, die Analystenerwartungen deutlich zu übertreffen.

Konzernvorstand Franz Humer teilte mit, Roche erwarte nun nochmals eine bessere Betriebsgewinnmarge für den Geschäftsbereich Pharma. "Für das Gesamtjahr bleiben wir deshalb trotz des Patentablaufs von Rocephin in den USA zuversichtlich und erhöhen nochmals den Ausblick für Pharma“, gab Humer bekannt. Die Börse reagierte prompt: die Roche-Genussscheine erreichten den höchsten Stand seit Ende 2000. Der "Bon" notierte 3,3 Prozent höher bei 170,70 Schweizer Franken.

Ihr starkes Wachstum verdankt die Pharma-Division vor allem den Krebsmedikamenten und einem Grippemittel. So konnten die Verkäufe eines Präparats zur Behandlung von Dickdarm- und Enddarmkrebs verdreifacht werden. Im ersten Halbjahr stieg der Pharma-Umsatz um 19 Prozent auf 12,6 Milliarden Schweizer Franken. Bei einem globalen Marktwachstum von sieben Prozent konnte Roche damit weitere Marktanteile gewinnen. Der Betriebsgewinn der Sparte vor Sonderposten stieg um 28 Prozent auf 3,6 Milliarden Schweizer Franken.

In der Diagnostics-Division stagnierte der Umsatz in den ersten sechs Monaten. Der Betriebsgewinn vor Sonderpositionen ging um drei Prozent auf 904 Millionen Schweizer Franken zurück. Das entspricht einer Marge von 22,8 Prozent. Roche teilte dazu mit, die Diagnostics-Sparte sei auf dem Weg zur 2006 angepeilten Betriebsgewinnmarge von rund 23 Prozent.

Erst am Dienstag hatte Roche den Kauf des Biotechunternehmens GlycArt Biotechnology bekannt gegeben. Laut Roche erhalten die privaten Eigner der Schweizer Gesellschaft 235 Millionen Schweizer Franken (150,41 Millionen Euro). Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. GlycArt forscht und entwickelt im Bereich der Antikörper-Produkte. Den Standort in Zürich will Roche erhalten und in die Forschungsabteilung seiner Pharmasparte integrieren.

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