Schweizer vertrauen auf umstrittene Cox-2-Wirkstoffe
Novartis treibt Entwicklung neuer Schmerzmittel voran

Strenge Auflagen und Einschränkungen hat ein Beratergremium der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA in der vergangenen Woche für Schmerzmittel aus der Wirkstoffgruppe der Cox-2-Blocker (Coxibe) gefordert.

HB FRANKFURT/M. Auf dem mehr als zehn Milliarden Dollar großen Markt für Schmerzmittel dürfte sich damit das Gewicht zugunsten älterer Medikamente verschieben.

Doch zugleich sehen manche Pharma-Manager neue Chancen für Entwicklungsprodukte aus der umstrittenen Wirkstoffgruppe. Novartis-Chef Daniel Vasella etwa äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt ausgesprochen optimistisch mit Blick auf das von Novartis entwickelte Rheuma- und Schmerzmedikament Prexige, das ebenfalls zu den selektiven Cox-2-Blocker gehört.

„Wir sehen uns mit Prexige in einer guten Position und werden mit dem Projekt weiter vorangehen“, sagte er. Vor allem die Tatsache, dass die FDA-Berater eine sachliche Nutzen-Risiken-Analyse in den Vordergrund stellten, wertet der Novartis-Chef als positives Signal.

Prexige ist bereits in Großbritannien und einer Reihe kleinerer Länder zugelassen. Den Zulassungsantrag für ganz Europa hatte Novartis im November wieder zurückgezogen, nachdem die europäische Arzneibehörde Emea eine Neubeurteilung der gesamten Wirkstoffgruppe angekündigt hatte. Für die USA hatte allerdings die FDA bereits 2003 zusätzliche Sicherheits-Studien angefordert.

Das potenzielle Schmerzmittel galt einst als Hoffnungsträger mit der Aussicht auf Milliardenumsätze. Doch wurden die Schätzungen in Frage gestellt, nachdem mehrere Studien bei den Konkurrenzprodukten Vioxx und Celebrex in den vergangenen Monaten Herzinfarkt-Risiken offenbarten. Der US-Konzern Merck & Co nahm Vioxx im September komplett vom Markt.

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