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Schwellenländer: Deutsche Produkte sind nicht (mehr) erwünscht

Lange galten Schwellenländer als Garant für satte Umsätze. Doch immer stärker blockieren diese Staaten nun westliche Produkte. Unter dem neuen Selbstbewusstsein der einst gelobten Länder leiden auch deutsche Unternehmen.

Bereit zur Verschiffung: Fahrzeuge von Audi und VW. Quelle: dpa
Bereit zur Verschiffung: Fahrzeuge von Audi und VW. Quelle: dpa

Frankfurt, DüsseldorfManchmal, so scheint es, reagiert die Börse irrational, ja regelrecht hysterisch. Am Mittwoch beispielsweise war so ein Tag. Panikartig verkauften Investoren die Papiere von Daimler und BMW. Und das alles wegen einer kurzen, einer fast schon belanglosen Nachricht.

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China, so kündigte das Handelsministerium in Peking an, werde Strafzölle auf Autos aus den USA erheben. Betroffen seien auch Pkws der Marken Mercedes und BMW – allerdings nur, wenn sie in den USA produziert werden. Und die Strafen fallen für die beiden deutschen Hersteller recht milde aus: zwei Prozent für BMW, 2,7 für Daimler.

In den Chefetagen der deutschen Autokonzerne hat daraufhin das Rechnen begonnen. Dann folgte die Entwarnung: In Stuttgart wie in München glauben die Manager, dass der chinesische Vorstoß kaum Auswirkungen auf ihr Geschäft hat. „Wir rechnen nicht mit nennenswerten Auswirkungen“, hieß es sowohl bei Daimler als auch bei BMW.

Die Anleger konnte das nicht beruhigen. Sie ahnen, dass die Meldung nur ein Teil eines viel größeren Puzzles ist – eines unguten Trends, einer bedrohlichen Entwicklung.

Denn: „Früher waren die Industriestaaten die einzigen, die Strafzölle erhoben haben“, sagt Rolf Langhammer vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, „heute greifen auch immer mehr Schwellenländer zu diesem Mittel, um ihre Wirtschaft zu schützen.“ Und nicht nur zu diesem. Auch sogenannte „Grauzonen-Maßnahmen“ nehmen laut Langhammer deutlich zu – also beispielsweise Anti-Dumping-Verfahren. Die werden von den Ländern gegen bestimmte importierte Produkte eingeleitet, sie sind intransparent, schwer zu kontrollieren – und meist enden sie in einer Handelsbeschränkung, seien es Importzölle oder vorgeschriebene Mindestpreise.

Gerade Exportzölle auf Seltene Erden treffen westliche IT-Konzerne hart

Im gerade veröffentlichten Bericht über Handelsbeschränkungen der WTO sind Hunderte von Import- und Exportzöllen zu finden: So hat Brasilien zwischen Mai und Mitte Oktober acht Anti-Dumping-Verfahren eingeleitet, China erhob drei verschiedene Export-Beschränkungen auf Seltene Erden und Nicht-Eisen-Metalle – eine Maßnahme, die gerade westliche IT-Konzerne hart trifft. Die ehemaligen Sowjet-Staaten gönnten sich elf – teilweise zeitlich begrenzte – Importzölle und außerdem verschiedene Exportverbote vor allem für Getreide.

Für deutsche Unternehmen beginnt deshalb ein neues Zeitalter. Lange Zeit waren die BRIC-Staaten – also Brasilien, Russland, Indien und China – für die Konzerne so etwas wie das Gelobte Land: Hier trafen sie auf aufstrebende Mittel- und Oberschichten, die nach westlicher Qualität und westlichem Luxus hungerten, hier erzielten sie die höchsten Wachstumsraten, hier katapultierten sie ihre ansonsten mauen Gewinne in schwindelerregende Höhen.

  • 17.12.2011, 22:16 UhrAnonymer Benutzer: Peer-Bilderbeger

    --@ huababua

    Stimmt, die Kommentatre enthalten oft Wissen und Anregungen, was die gekauften Medien verschweigen müssen:

    1. das mit dem Alliierten Recht in Deutschland habe ich auch erst als Anregung hier aus den Kommentaren bekommen. Obwohl man es ahnt und sehr leicht übers Internet nachlesen kann, benötigt man oft erst eine Kommentator-Anregung, um sich wirklich in die Materie einzulesen.

    2. Mir war vorher auch net bewusst, dass Deutschland die EU einfach haben muss, um eine Souveränität zu bekommen.

    3. Ich habe vorher auch net mehr gewusst, wie deutsch-feindlich sich die Briten bei der Wiedervereinigung verhalten haben. Es sind eben nicht unsere Freunde, sondern unsere Feinde. (wäre es anders, hätten wir einen Friedensvertrag)

    4. Auch wußte ich nicht, dass sich die SPD total deutschfeindlich gegen die Wiedereinigung verhalten hat. Besonders Willy Brand war ein extremer Gegener der Wiedervereinigung. (Als Ex-DDR Büregr würder ich meinen Hund zum Grab von Herrn Brandt führen, damit er dort die Blumen "düngt".

    5. Auch wußte ich vorher nicht, dass eigentlich alle Politiker in von den Illuminaten / Bilderbergern eingesetzt werden.

    Das nur mal als Zusammenfassung der wichtigsten Sachen, die ich aus den Kommentaren erfahren habe. Allerdings wurde das alles noch extrem getoppt, als ich Geheimgesellschaften-III in die Hände bekam.

    Danke an die z.t. sehr wissenden Kommentatoren.

  • 17.12.2011, 19:43 UhrAnonymer Benutzer: We-are-99-Prozent

    Es ist MADE IN U.S., was diese Zölle bekommt.
    Nur deshalb sind die Strafzölle.


    ### Der Artikel ist bewusst irreführend aufgebaut. ##

  • 17.12.2011, 13:02 UhrAnonymer Benutzer: aspi

    Wenn man rechnen kann, dann sollte man feststellen, dass offenbar deutsche Geländewagen in China 2-3% teurer werden, amerikanische dagegen bis zu 22%. Die Fahrzeugkategorie wird an Leute verkauft, denen 2-3% schnuppe sind. 20% dagegen ist schon was. Es wird dazu führen, dass BMW und Daimler zu Lastend der Amis Marktanteile gewinnen. Ist doch gut für die deutschen, oder? In der allgemeinen Panikstimmung wird das mal leicht übersehen.

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