Schwellenländer stärken die eigene Produktion – Rohstoffe werden knapper: Stahlbranche steht vor einer weiteren Konzentration

Schwellenländer stärken die eigene Produktion – Rohstoffe werden knapper
Stahlbranche steht vor einer weiteren Konzentration

Die europäischen Stahlhersteller müssen sich auf einen härteren Wettbewerb einstellen. Trotz guter Ergebnisse im vergangenen Jahr als Folge einer Reihe von Preiserhöhungen weht den Unternehmen mittelfristig ein schärferer Wind entgegen.

DÜSSELDORF. „Der Markt wird enger und der Wettbewerb härter werden“, sagte Francisco Ros-Garcia, Chef des spanischen Stahlherstellers Ros Casares und Präsident der europäischen Branchenvereinigung Eurometal auf der Handelsblatt-Jahrestagung für die Stahlwirtschaft in Düsseldorf.

Dafür sorgen vor allem die zunehmende Verknappung von Rohstoffen wie Erz oder Koks durch die gestiegene Nachfrage aus Asien und die Engpässe bei den Transportkapazitäten. Ros-Garcia sieht darin langfristig eine erhebliche Gefahr: „Wenn die Stahlhersteller die Preise weiter erhöhen müssen, setzt das unsere Kunden immer stärker unter Druck.“ Als Folge drohten Insolvenzen.

Diesen skeptischen Ausblick teilt auch Pascal Spano, Stahl-Analyst bei der Deutschen Bank: „Steigen die Rohstoffkosten weiter an, trifft das vor allem die Anbieter, die sich mit langfristigen Verträgen an ihre Kunden gebunden haben.“ Der Verband Eurometal rechnet damit, dass sich die Preise für eine Tonne Stahl Warmbreitband bis 2005 auf dem Niveau von 310 Euro halten werden.

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